14. KAP.
Teehausgärten
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Künste unter erneutem Einfluß von China zu höchster Blüte gediehen. Er war der Pa-tron des Malers und Gartenkünstlers Soami und ließ sich von ihm, als er sich 1472 vonden Staatsgeschäften zurückgezogen hatte, den vielgerühmten Silberpavillon anlegen,der als ein Wunder seiner Zeit galt und noch heute Spuren seiner Schönheit bewahrt hat.Soami legte dort eine Reihe verschiedener Szenen an, die er das „Gesetz des Wassers",„das Strombrausen", „das Wesen des Duftes", „das Tor des Drachen", „ die Brücke derBerggeister", „das Tal des goldenen Sandes" und „den Hügel, der zum Mond schaut",nannte, Namen, die zugleich die Richtung seiner Kunst charakterisieren. Der letzte
Abb. 578Teehausgarten
Nach Condor
ist noch heute ein Punkt, der besonders ausersehen ist, um die Wirkung des Mondes aufdie Landschaft zu bewundern. Soami machte seinen Patron auf den Priester der Zen-Sekte, Shukö, aufmerksam, der der bedeutendste Lehrer und Professor des Cha-no-yuwar und in ihm besonders einen Anlaß zu religiöser Versenkung sah. Yoshimasaergriff die neue Lehre mit Begierde und ließ sofort in seinem Park das erste Tee-haus und den dazu gehörigen Garten nach des Meisters Vorschriften einrichten, dener Shukö-an nannte, und schrieb mit eigener Hand den Namen auf ein Schild, das überdem Pavillon befestigt wurde. Mit einem Schlage zog er dadurch die gesamte Aristo-kratie zu sich herüber, und man kann aus der japanischen Geschichte ersehen, wie dieseseltsame Zeremonie die Menschen aller Richtungen begeisterte und anregte.
Es liegt auf der Hand, wie günstig die immer stärkere Entwicklung der feudalenOrganisation in den nächsten Jahrhunderten der Entwicklung der Gartenkunst sein