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Gartensymbolik
14. KAP.
auch sie aber sind in ihrer Gestalt und Lage fest geregelt. Wo Baum und Laternezusammen eine Insel schmücken, darf die Brücke daneben sicher nicht fehlen.Was die Laterne anbetrifft, so scheint sie in der eigenartigen Gartengestalt nichtnur der Tradition nach, sondern auch in Wirklichkeit rein japanischen Ursprungszu sein. In China findet man diesen Schmuck im Garten nicht. Er ist aus denbuddhistischen Tempelgärten, wo die Laternen oft in langen Reihen als Votivgabeangeordnet sind, in den Profangarten übergegangen. Sie dienen nicht eigentlichzur wirklichen Beleuchtung, da sie sehr selten angezündet werden; auch sie sind inihren reichen Arten zugleich Schmuck und symbolisches Zeichen für etwas Heiliges,
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Schema eines
ebenen Gartens
Nach Condor I
ein Gefühl der Pietät oder ähnliches. Die Wasserbassins und Wassergefäße sindmeist dicht neben dem Hause aufgestellt, da sie gebraucht werden, um sich dieHände damit zu befeuchten. Der ältere japanische Garten kennt keinen Rasen; derBoden, der den Vordergrund bis zum See ausmacht, besteht aus festgestampfterErde, die stets feucht gehalten wird, oder aus feinem weißen Sand, der nicht seltenin ornamentalen Figuren gestreut ist. In beiden Fällen aber darf er nicht betretenwerden, daher die Trittsteine, die aus unregelmäßigen Steinen in gewundenem Mustervon der Veranda zur Brücke oder andern Zielpunkten führen. Die Fußpfade selbstsind dann auch entweder von Steinen oder festem Sande gebildet. Die ornamentalenGartenzäune und Gartentore haben ihre größere Bedeutung für die beiden weiterenGrade des Stiles, die sich mit weniger Kardinalpunkten für ihr Schema begnügen(Abb. 574). Die reizvollen Bambusschirme sind freilich fast immer in der Nähe der