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Sanssouci
13. KAP.
Abb. 513
Sanssouci,
Gesamtplan
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treppen empor, während sanft ansteigende, in Steingefaßte Rampenwege zur Seite heraufführen. Dieschmalen Terrassen waren vorn durch niedere Heckenmit Taxuspyramiden abgeschlossen, dahinter standenim Sommer blühende Orangen- und Granatbäume.Das Schloß auf der Höhe erinnert mit seinen tief her-abreichenden Fenstern an das erste Monbijou, es solltetrotz aller Pracht den ländlichen Charakter nichtverleugnen. Je ein Boskett war zu beiden Seiten deroberen Terrasse mit Statuen geschmückt, das Hausflankieren Laubengänge aus Lattenwerk mit Pavil-lons; in einem von ihnen stand der schöne betendeKnabe des Berliner Museums; Büsten und Vasenfanden reichliche Aufstellung, aber kein Parterre laghier oben. Dieses wurde erst am Fuße der Terrassenum ein großes Bassin angelegt, dessen Mitte eine ver-goldete Statuengruppe zierte. Den Abschluß des Par-terres bildete ein den Terrassen entgegengesetzt ge-schwungener Kanal, der weiterhin auch den ganzenPark umfloß. Jenseits des Kanals führte eine Allee,an deren oberem Ende zwei Sphinxe standen, zuzwei Gärtnerhäuschen; seitlich rahmten diesen Haupt-garten Baumreihen ein. Des Königs ursprünglicherGedanke war es gewesen, hier eine kleine Winzerhaus-anlage zu machen, ,,une espece de vide bouteille",schreibt des Königs Jugendfreund aus seiner Rheins-berger Zeit, Bielefeld 1794, „mais ce vide bouteillecommenca par etre une retraite de Roi et finit parformer un palais d'ete digne de Frederic. S. M. entracaElle meme le premier dessein". Zwei Federzeich-nungen bestätigen diese Behauptungen.
Des Königs Baumeister, Knobeisdorf, hat die künst-lerische Durchführung des ganzen Planes gemacht,doch behielt sich Friedrich bis in jede Einzelheit dieEntscheidung vor, die gewiß dem großen Werke auchhier und dort einen dilettantischen Zug aufgedrückthat. Sanssouci ist dem König allmählich wirklich zuseinem Marly ausgewachsen. Nicht in der Hauptachsedes Schlosses erweiterte sich der Garten, sondern zubeiden Seiten an den Hängen des Hügels (Abb. 513).Auf der Höhe erbaute der König auf jeder Seiteseines Wohnhauses zwei weitere einstöckige Gebäude,westlich ein zuerst als Orangerie gedachtes Kavalier-haus, das auf einen kleinen Kirschgarten schaute,östlich die Bildergalerie; von dieser zog sich ein