13. KAP.
Gärten am Rennweg in Wien
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Gartenkunst. Wenden wir nun unsere Blicke wieder der Reichshauptstadt Wien zu,so setzt hier eine wirklich ruhige Entwicklung aus andern Gründen sehr spät ein.Noch lange nach dem Dreißigjährigen Kriege hatte hier die Türkennot alles Er-blühen der Kunst in den Gärten zurückgedrängt. Erst als im Jahre 1683 mit derletzten Verwüstung auch die letzte Niederlage der bösen Feinde kam, wagte sich,erst schüchtern, dann unter dem jungen römischen Könige Leopold mit einerplötzlichen Baufreude, der Hof und der Adel wieder vor die Tore der Stadt, umsich dort nun im Vollgefühl des Friedens und wachsenden Reichtums niederzu-lassen. Zu den ersten, die sich vor dem Glacis im Süden der Stadt Land sicherten,gehörte der Türkenbesieger und gefeierte Held Prinz Eugen von Savoyen. Dort,wo am Rennweg die Weinberge in energischer Steigung sich emporzogen, kaufteer schon 1693 ein Gebiet, und bald darauf fand er auch einen Nachbar in seinemWidersacher im Kriegsrat, dem Grafen Fondi-Mansfeld, der ihm sogar mit dem
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Abb. 484Belvedere, rechtsSchwärzenberg-garten, linksKlostergartender Salesiane-rinnen, Wien
Nach S. Kleiner
16 Gothein, Gartenkunst II
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