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2 (1914) Von der Renaissance in Frankreich bis zur Gegenwart
Entstehung
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13. KAP.

Würzbure

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Abb. 476

Waghäusel,

Deckenmalerei

Phot.

Ruinen- und Eremitenhüttenschwärmerei, der Renaissance nicht unbekannt, damalsaber von größeren Aufgaben verdrängt, wird jetzt mehr und mehr zu einer Leiden-schaft; unser Bild ist ein sehr frühes Zeichen dieser Bewegung. Als Bau reiht sichWaghäusel den freistehenden Zentralbauten an, auch dadurch sich als Jagdschloßkündend. Wie in Clemenswert liegen vier Pavillons als Ausgangspunkte von vierAlleen ringsumher. Von Gartenanlagen hat sich nichts erhalten, ein späterer Situations-plan zeigt konzentrisch angeordnete Obstgärten, die vielleicht schon im ursprünglichenPlan lagen.

Den Würzburger Bischofsitz hatten unterdes nacheinander, mit kurzer Unterbrechung,zwei Brüder Damian Hugos inne. Für sie erbaute die Residenz der bedeutendste mittel-deutsche Baumeister jener Jahre, Balthasar Neumann 33 . Der Grundstein für das schöneSchloß, das zu den hervorragendsten Bauten des XVIII. Jahrhunderts gehört, wurdeschon 1720 gelegt, aber der frühe Tod von Bischof Johann Philipp Franz verzögerteden Bau, der erst unter seinem Bruder Friedrich Karl 1744 im Rohbau fertig wurde.Neumann hatte dieRiss wegen des Gartens" zwar schon 1730 unter den Händen,doch entstand auch der Garten nur langsam mit dem Schloß, so daß, als 1740 Salo-mon Kleiner sein Album von Würzburg herausgab, ein Blatt in der Vogelperspek-tive den Garten noch in seinem ersten Stadium zeigt 34 . Der Plan des Gartens wird be-stimmt durch zwei Zipfel der Stadtbefestigung (Abb. 477). Auf den einen derselben war