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Brühl
13. KAP.
Das Erzbistum Köln hatte noch weit über den Dreißigjährigen Krieg hinaus die Leidendes Krieges zu tragen, es blieb ein Zankapfel zwischen Ludwig XIV. und dem Reich.Clemens Joseph, der sich endlich nach dem Frieden zu Nymwegen 1689 seiner Regierungfreuen durfte, stand in nächster verwandtschaftlicher Beziehung zum bayrischen Hof— von nun an wurde das Erzbistum mehr als ein Jahrhundert lang zu einer Art vonSekundogenitur Bayerns, was sich auch in mancher Gemeinsamkeit des Baugedankensausspricht. Als Clemens Joseph zur Regierung gelangte, waren seine ResidenzschlösserBonn und Brühl nur Trümmerhaufen 19 . Jedoch, obgleich er sich sobald als mög-lich an den Wiederaufbau seines Bonner Schlosses machte, war es doch erst seinemNeffen Clemens August vergönnt, nicht nur Bonn nahezu zu vollenden, sondern einegroße Reihe von anderen Schlössern zu erbauen, unter denen das Lustschloß Brühlmit seiner schönen Gartenanlage den bedeutendsten Platz einnimmt. „Der erste Wunsch
Abb. 466SchloßgartenBrühl, Plan
Nach Renard