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2 (1914) Von der Renaissance in Frankreich bis zur Gegenwart
Entstehung
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13. KAP.

Chatsworth

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empor. Die obersten sind zu Bosketts benutzt, die aber, da sich der Garten seitlich vomHause entfaltet, nicht in ihrer ganzen Bedeutung zur Geltung kommen, weil jede Terrasseihre besondere Achsenanlage hat. Das Haus liegt auf der zweiten Terrasse und schautauf ein großes Parterre de broderie. Eine der Seitenachsen steigt den Berg empor undendet in einer Kaskade, die in 30 Stufen emporstieg. Die größte Schönheit, die der Stich nursehr unvollkommen zeigt, lag in der Fülle des Wassers. Vom Derventfluß, der am Gartenvorüberführt, wurde seitlich ein langer Kanal abgezweigt. Den Garten selbst belebte dasWasser in großen spiegelnden Bassins, durch Springbrunnen mit Delphinen und See-göttern und zahlreiche kleine Brunnen und Wasserscherze geschmückt 12 . Im Vergleichaber mit der großen französischen Kunst vermißt man bei aller Großräumigkeit undVielseitigkeit die Gesammeltheit der Richtlinien und Prospekte; selbst die Kaskade,so schön das Bild von den Teichen der tieferen Terrasse zu den aus den Boskettsschimmernden Wassern sich zusammengeschlossen haben muß, konnte man erst ge-nießen, wenn man aus dem Hause trat. Le Nötre soll natürlich auch diesen Gartenangelegt haben; in Wirklichkeit ist es auch ein Franzose, Grelly, der wenigstens dieWasserkünste geschaffen hat. Eines der Bosketts schmückte er mit einem Brunnen,den er unmittelbar dem damals so bewunderten Marais in A-'ersailles entlehnte. Esist eine aus Zinn hergestellte, mit natürlichen Farben bemalte Weide, die weinendaus den Blätterspitzen ihr Wasser über große Steine gießt; so wird dies uralte Motivauch hier in den Norden verpflanzt. Dieser Brunnen und manche andere Einzel-heit hat sich über die Periode des englischen Stils erhalten oder ist von der ein-

Abb. 450

Chatsworth,Gesamtansicht

Stich von Kip