12. KAP.
Einfluß des „Trianon"
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binett bewunderten, „denn sie liebten die starken Gerüche und bewunderten die Art,mit Blumen zu parfümieren".
Versailles und alle Schöpfungen des Königs genossen damals schon ein kanonischesAnsehen in Frankreich und Europa, das seine Augen auf Frankreich geheftet hielt,und man war sich dessen auch ganz bewußt. Im Jahre 1672 schreibt der „Mercure ga-
Abb. 418Marly-le-Roi,Blick vomAbreuvoir
Gemälde vonP. D. Martin
lant": „Das Trianon de Versailles hatte bei allen Privatpersonen den Wunsch erweckt,auch etwas der Art zu haben; fast alle großen Herren, welche Landhäuser hatten,ließen sich eines in ihrem Park erbauen und die kleineren am Ende ihrer Gärten; dieBürger, welche sich die Kosten für solch ein kleines Gebäude sparen wollten, verklei-deten alte Baracken als Trianon oder wenigstens irgendein Kabinett in ihrem Hauseoder ein Schilderhaus" 25a . Und das ganze XVIII. Jahrhundert hindurch bildete sichdiese Sitte nur noch mehr aus. Die Enzyklopädien wiederholten unter dem Stichwort„Trianon" die noch als Spott gemeinte Ausführung des „Mercure galant"; Eremitage undTrianon wurden gleichbedeutende Worte. In dem großen Universallexikon von Zedier