9. KAP.
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Parterre de broderie — Kunststickerei
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ren letztenseh nieder,schon seinat mir dielige Harryzusammen,i Titel ,,Leler eigenendemeinen,and schwe-mmerk auf.nzösischennzung das-i Bordürenollen, aller-nd niemalslas die mo-Buchs umt zu haben.; dem fran-iner Unter-gen werdenBogen und: eine große)u Cerceausiltnismäßigiten in mög-len Mauern,issenwegen,Erst gegenung. Molletzerstücktenirden 58 . ImPilgerfahrtitalienischeertvollsten.ksten ange-iihesten deredici. Nachund leiteteam Herzenale, der ihn,das Schloßdünkt, ent-?es Parterre
bildet, geteilt durch große Wege (voyale). Man nannte diese neuen Parterres „comparti-ments de broderie". Ein vollendet anschauliches Beispiel dieser neuen Art gibt Boyceauunter seinen Zeichnungen der Parterres im Jardin du Luxembourg (Abb. 334). Der ganzeFortschritt von der Einzelbehandlung und der Zersplitterung der Motive zu einem durch-gehend einheitlichen Gedanken in der Anlage zeigt sich hier: in vollendeter Sym-metrie hat sich das Parterre um eine Mittellinie zu einer Gesamtanlage geschlossen. Füreinen solchen Entwurf brauchtman die bewegten Linien der Ara-besken ; die rein geometrischen Fi-guren sind jetzt völlig verschwun-den. Nach Mollets Darstellung mußman annehmen, daß Du Perac dieAnregung hierzu auch in Italienempfangen hat. Wenn dem auchso ist, so hat diese Anregung fürFrankreich ganz andere Früchtegetragen. In Italien spielt das Par-terre immer, aber besonders imXVI. Jahrhundert, noch eine un-tergeordnete Rolle. Wie tritt esz. B. in Villa d'Este zurück gegendie Entfaltung der Terrassenbau-ten und der Wasserkünste, wäh-rend der Genius der französischenKunst in diesen meist ebenen, ka-nalumflossenen Gärten soviel mehrauf die Anlegung der Parterresdrängte und Frankreich hierin zummindesten von nun an die Lehr-meisterin aller anderen wurde.
Auf die Bildung der Parterres hatdamals noch eine ganz eigenartigeKunstentwicklung wachsend bisin die ersten Jahrzehnte des XVII.J ahrhunderts Einfluß geübt .Unter
Heinrich IV. und Ludwig XIII. herrschte eine Mode kostbarer Blumenarabeskenstickerei,die man auf Kleidern und dann auch auf Möbeln aller Art mit bunter Seide, Gold, Silberund Leinenfaden in treuester Nachbildung der natürlichen Blumen anbrachte. Geschick-lichkeit und Luxus wuchsen so, daß man sich bald nicht mehr mit den gewöhnlichenBlumenvorbildern begnügte; man sah sich einerseits nach fremden Pflanzen um, dieman mit Eifer kultivierte als neue und überraschende Vorbilder für die Sticker, ander-seits suchte man in den Parterres der Gärten etwas Ähnliches an Schönheit der Musterzu entfalten. So sehr standen diese Künste in naher Verbindung, daß das einträgliche undangesehene Gewerbe eines Stickers sich nicht selten mit dem des Gärtners in einer Personvereinigte. Einige der bedeutendsten französischen Pflanzensammler dieser Zeit, wie3*
Abb. 334Parterreentwurffür den Luxem-bmyg-Garten
Von J. Boyceau