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2 (1914) Von der Renaissance in Frankreich bis zur Gegenwart
Entstehung
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Bernard Palissy

9. KA P.

dem Herzog von Guise, besang. Das Schloß war schon unter Franz I. begonnen worden,aber erst Philibert de l'Orme hatte es vollendet im Auftrage des Oheims von Jean Guise,des ersten Kardinals von Lothringen aus dieser Familie. Der Kardinal, dessen Freigebig-keit und Prachtliebe sprichwörtlich war, hatte sich diesen Fürstensitz erbaut und schöneGärten angelegt, von denen jedoch wenig einzelnes bis auf die Grotte bekannt ist. Dieselag neben dem Schlosse, im rechten Winkel mit einem schönen Parterre, erhöht über derspäteren Orangerie (Abb. 331). Die Grotten waren häufig, noch bis in die Zeit Lud-

Abb. 331Die Grotte von

Meudon,das Parterreaus der ZeitLouis XIV.

Nach Ed.N. Langlois

wigs XIV., der Schauplatz für die Theateraufführungen in den Gärten, bis dann später diefesten Naturtheater geschaffen wurden. Auch Ronsard kommt mit seinem Freunde, beideals Hirten, zu der Grotte, in deren emaillierter Höhle den Musen eine Wohnung geschaffenist. Sie bewundern das schöne Gebäude, den Plan, die Rustikasäulen, die Muscheln, mitdenen der Eingang geschmückt ist. Sie erblicken verschiedene Räume und Terrassen(wohl erhöhte Umgänge), den Schmuck der Festons und Arabesken und des buntenEmails, das den Farben einer Wiese gleicht, die im Sommer von Blumen übersät ist.Palissy hat die Grotte von Meudon nicht erbaut, er arbeitete damals in Ecouen, dochgalt er bald als der Meister dieses dekorativen Stils, und seine Grotten, die er wirklichausgeführt oder in seinen Schriften geschildert hat, zeigen in der Tat die Vollendungdes von Ronsard geschilderten Stiles 48 . Bald nachdem er seine Arbeit in Ecouen voll-endet hatte, wurde er von Katharina Medici nach Paris berufen, wo er sein Meisterwerk