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2 (1914) Von der Renaissance in Frankreich bis zur Gegenwart
Entstehung
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Tuilerien

9. KAP.

Abb. 329

Montargis,

Tre.llage im

Schloßgarten

Stich vonDu Cerceau

die Besucher fesselte der Echoplatz am Ende des Gartens, ein halbrunder Abschluß, wodie Stimme an bestimmten Stellen bald aus den Wolken, bald unter der Erde herauszu-kommen schien 43 ; außerdem befand sich ein Labyrinth und eine Sonnenuhr in den Bos-ketts, vor allen Dingen aber eine Grotte, ein Meisterwerk Palissys, von der noch dieRede sein wird. Erst unter Heinrich IV. erhielten die Parterres eine bedeutendere Zeich-nung. Dieser König pflanzte auch die großen Maulbeeralleen an den Seiten des Gartens.Seine völlige Bedeutung wurde ihm erst in einer weit späteren Zeit, in der großen Periodedes französischen Gartens unter Ludwig XIV.

Wenn auch seit der Mitte des XVI. Jahrhunderts äußerste Regelmäßigkeit des Grund-plans zur notwendigen Bedingung jeder Anlage wurde, von der man nur unter dem Zwangder praktischen Not abweichen durfte, so konnte man innerhalb dieser Grenzen der Phan-tasie der Erfindung jede Freiheit gönnen. Jede geometrische Form schien möglich, sei esein Dreieck, wie in Azay-le-Rideau, sei es ein Fünfeck, wie in dem reizenden kleinenSchlößchen von Maune 44 , das wie eine Miniaturausgabe von Caprarola anmutet. DerPlan scheint fast mit dem Zirkel hergestellt, so regelmäßig schließen sich Kreise undVerbindungslinien zusammen. Nur an einer Seite liegt ein hübscher kleiner Garten, dervon der Hausfront mit einem vertieften Bassin eingeleitet wird. Bei den großen Ideal-

Abb. 330

Tuilerien,

Plan der

Gärten

Stich vonGomboust

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