§. 47schencke dir jetzund freywillig / welches her-nacher wird seyn ohne Freyheit. Ein glei-ches bin ich gesinnet zuthun mit allen tugent-samen Ubungen / sowohl von mir als vonallen Heiligen im Himmel geschehen werden.Und weilen eine jedwedere Sach umb soviel herrlicher ist / und dir auch wohlgefäl-liger und angenehmer / als wie viel diesel-bige gleichfoͤrmiger ist deinem heiligen Wil-len / so begehre ich in allen meinen Wer-cken nicht allein meinen Willen dem deinigengleichförmig zu machen / sondern gedenckealleinig zu Werck zu stellen / was dir ge-fallet / wollend / das allein dein Will gescheheund nit der meinige / allzeit sagend / mit demMund mit dem Hertzen / mit den Lefftzen /und mit meinem gantzen Leben / HErr deinWill geſchehe.Würdige mich nur OHErr / mir zu ver-leihen diese Gnad / daß ich dich zu allen Zei-ten möge inbrünstiger lieben / dir vollkom-mener dienen und mit mehrerer Reinigkeitwircken zu deiner Glory; verwandele michauff eine solche Weiß in dich / daß ichin dir lebe / und in deinem Dienst / und dassoll seyn mein Paradeyß hier auff Erdendasjenig zu thun was deiner GöttlichenMajestät wird wohlgefallen / Amen.Die
Druckschrift
Recollections- Oder Ernewerungs-Büchlein : worin man das Böse meyden lehret, und das Gute würcken. Das ist: Die Weiß und Manier Wohl zu Leben und wohl zu Sterben. Dann Auff ein gut Leben folget gemeiniglich ein guter Todt.
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47
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