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iges GesichtLVIII.Jahr-
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Fremde Einflüsse in der spanischen Gartenkunst
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hundert gar zuviel verändert hat oder Brände und Erdbeben oder Nachlässigkeitvieles ganz vernichtet haben — solche Verluste hat diese unbeständige Kunst in allenLändern zu beklagen: es ist etwas anders, das die geschichtliche Betrachtung einerEntwicklung in Spanien erschwert. Es gibt viele schöne und interessante spanischeGärten, es gibt aber keine eigentliche spanische Gartenkunst. Die Spanier haben nichtvon den Italienern so gelernt, wie wir das bei den Franzosen sehen werden, die dannein neues organisches Ganze haben erwachsen lassen, sie haben auch nicht denfremden Einfluß ungleichmäßig auf heimische Produkte geleitet, wie das manche
Abb. 294Aranjuez,Eingang in denJardin de laIsla
Phot.
andere nordische Länder taten. Sie haben sich, nachdem der hohe Wert der maurischenGärten ihnen eine Frührenaissance ersparte, mehr oder weniger ihre Gärten vonitalienischen Künstlern anlegen lassen oder doch mindestens ihre eigenen so nach derfremden Tradition gebildet, daß man sie nicht mehr von diesen unterscheiden kann. Daranänderte auch das XVII. Jahrhundert nichts, das doch in der Malerei einen so hohennationalen Aufschwung brachte. Als nach dem geistigen Schlaf, in den der Hof und dasLand unter der blöden Regierung Philipps III. versunken war, der junge ritterliche,schönheits- und kunstdurstige Philipp IV. auf den Thron gekommen war, sollte baldSpanien in diesem Feste feiernden Jahrhundert eine erste Rolle spielen. Dazu brauchtees prächtige Schlösser und große Gärten. Daheim aber fehlten die Architekten,die Ideen und Praxis hatten, um diesem aufrauschenden Bedürfnis in aller nötigen Eilenachzukommen. In Italien aber wußte man durch rasche Hilfe gute Freundschaft