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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
Entstehung
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Karl V . und San Yuste

8. KAP.

auf die schönen Hügel und Hänge der Verga de Plasenzia, die mit Kastanien, Nußbäu-men, Maulbeeren und Mandeln bedeckt waren 8 . Dicht neben diesen Zimmern, von einemKorridor aus erreichbar, der die Nord- und Südzimmer trennte, befand sich eine großeGartenterrasse, die halb als hängender Garten über dem Erdgeschoß des am Abhangknieenden Hauses von dem Kaiser selbst zum Garten umgeschaffen war. Hier pflanzteer Orangen und Zitronen und zog wohlriechende Gewächse, die er sich aus seinem Welt-reich durch die bedeutendsten Botaniker herbeischaffen und an allen Zentren seiner Herr-schaft, in Wien, in den Niederlanden und Spanien, hatte kultivieren lassen. In der Mitteder Terrasse lag ein großes Vivarium, in dem in Gebirgsbächen gefangene Forellen

Abb. 289

Granada,

Alhambra,

Jardin de los

Ardaves

Phot.

für die Fasttage der königlichen Tafel gezogen wurden. Am anderen Ende des Korridorsnach Westen befand sich eine ganz gleich angelegte Terrasse, aus der man in die Kloster-kreuzgänge, mit denen sie auf gleicher Höhe lag, gelangen konnte. Von der östlichenTerrasse führte ein sanft geneigter Weg in den unteren Garten; der kranke Kaiserwollte keine Treppen mehr steigen, sagte man, doch wirkte wohl auch die Abneigungder italienischen Frührenaissance gegen Treppen in den Gärten mit. Der untereGarten war der alte Obstgarten des Klosters, den die Brüder dem Kaiser abtraten undsich dafür einen neuen im Nordosten des Klosters anlegten. Eine Mauer schützte denKaiser vor neugierigen Augen und unliebsamen Begegnungen; eine Türe aber ließ ihmeinen Besuch in den neuen Mönchsgarten offen. Der untere Obstgarten zeigte eineüberschwengliche Vegetation von Laub- und Fruchtbäumen, und die Stämme der Zitro-nen- und Orangenbäume reichten bis an die Fenster der kaiserlichen Zimmer, um ihn mit