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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
Entstehung
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8. KAP.

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Alhambra, Palast Karls V.

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arabischen Torre de Justizia ist eine Mauerverkleidung, durch sechs dorische Pilastereingeteilt, zwischen dem zweiten und fünften liegt ein ziervoller Wandbrunnen mit sehrschmalem Bassin davor, in das drei Flußmasken das Wasser speien. Zu Karls Zeitwar dieser Aufgang zur Alhambra, an dem das schöne Schmuckstück liegt, nochder einzige; von den Anlagen, durch die er führte, wissen wir nichts. Erst Philipp II.legte den bequemen Fahrweg an, der unter ihm wahrscheinlich auch gleich mit denZwergulmen bepflanzt wurde. Philipp hatte diesen Baum erst in Spanien eingeführtund seine Verbreitung überall gefördert. Im XIX. Jahrhundert lobt Laborde 7 diesenulmenbepflanzten Aufgang. Auch der schöne Alhambrapark wurde schon unter Philipp

Abb. 2SSGranada,Alhambra,BrunnenKarls V.

Phot.

mit Ulmen bepflanzt, wenn auch die Neubepflanzung mit den heutigen Bäumen erstvon Wellington stammt. Auch die hübschen Gartenanlagen, die auf der Terrasse beimTorre de la Vela liegen, mögen dieser Zeit angehören (Abb. 289).

Karl V. war in allen seinen Reichen ein großer Förderer der Gartenkunst. Er teiltemit seiner ganzen Zeit das intensive botanische Interesse, und als er sich krank undherrschermüde nach San Yuste in das Kloster des heiligen Hieronymus zurückzog, da wid-mete er seine weltlichen Stunden außer mechanischen Fertigkeiten ganz der Gärtnerei.Eine bescheidene, wenn auch nicht unkönigliche Wohnung hatte sich der weltmüdeHerrscher an den Südabhängen des Hügels unterhalb des Klosters erbauen lassen. SeinSchlafzimmer stieß unmittelbar an die Kirche, so daß er vom Bett aus durch eineGlastüre am Hochamte teilnehmen konnte. Sein Arbeitszimmer aber schaute nachSüden, überall von den teils selbstgeschaffenen Gärten umgeben, und darüber hinaus

MH