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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
Entstehung
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7. KAP.

Rom, Villa Pamfili

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dem zur Seite ein Kasino mit einer Bildergalerie lag, öffnete sich auf eine stattlicheAllee mit einer Statue als Schlußpunkt. Die Villa war nach Norden durch die malerischeStadtmauer abgeschlossen. Alle diese uns bekannten Züge sind im einzelnen mit großerKunst behandelt, dem ganzen Bilde aber fehlte der große schöpferische Zug, den wirbisher noch immer verfolgen konnten; sie sind mehr nebeneinander gestellt, als auseinem Zentrum heraus empfunden.

Nicht viel später als Villa Ludovisi, noch vor der Mitte des Jahrhunderts, erbauten sichdie Nepoten Innozenz' X., die Pamfili, im augenscheinlichen Wetteifer mit Villa Borghese,

Abb. 264Baum aus demalten Garten derVilla Ludovisi,Rom

Phot.

die zweite große Vorstadtvilla Roms (Abb. 266). Sie liegt auf der Höhe des Janiculusvor Porta Pancrazio, nicht nur im Umfange, auch an Reichtum der Anlage übertrifftsie in manchem noch die Villa Borghese. Leider trifft auch sie das Schicksal ihres Vor-bildes: in den weiteren Parkteilen hat sie so wesentliche Veränderung durch einenihr innerlich fremden Stil erlitten, daß dort nur einige Brunnen und Wasseranlagen dieZüge des alten Planes erkennen lassen. Besonders reich ist für eine römische Villa jenerZeit der Ziergarten behandelt, der, wenn auch im einzelnen vielfach verändert, doch inden Hauptzügen das alte Bild treulich gewahrt hat. Das Kasino 19ia mit seiner Gartenan-lage lag an der nordöstlichen Ecke der alten Villa, alles, was sich heute östlich davor er-streckt, ist später dazu erworbenes Gebiet 192 . Die Haupteingangspforte (1) leitet auf einelange Allee, von der man die schönste Aussicht auf die Peterskuppel genießt und diean dem Nordeingang des Kasinos (3) vorüberführt. Nach Süden öffnet sich die Garten-

23 Gothein, Gartenkunst 1