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Rom, Villa Pamfili
7. KA P.
fassade — auch sie ursprünglich mit antiken Reliefs verziert —■ auf ein Parterre (5), das,nach zwei Seiten in den Berg eingeschnitten, als bedeutender giardino secreto wirkt(Abb. 267). In der Futtermauer sind Nischen mit Statuen und dazwischen Spalierobstangebracht; Fontänen und Blumenbeete und ringsum auf den Balustraden aufgestellteTöpfe machen das Bild überaus prächtig und festlich. Die Beete des Parterres haben inihrer Bepflanzung wohl häufig gewechselt, jedenfalls aber gehören sie zu denen, die zuerstein Arabeskenmuster in Buchs, mit Blumen gefüllt, gezeigt haben. Daß dieser Gebraucheine italienische Erfindung war und von hier in dieser Zeit den Weg nach Frankreichgefunden hat, wird später noch nachgewiesen werden. Von da steigt man auf Rampen-treppen in einen Ziergarten, der eine Terrasse tiefer liegt und in Beeten und Bosketts,die von Hecken umsäumt sind, angelegt ist. In der seitlich zum Park aufsteigenden Quer-
Abb. 265
Villa Ludovisi,
Rem, Blick in
den Garten
Stich von Falda
achse liegt eine sehr feine zierliche Theateranlage (Abb. 268). Der obere Brunnen derselbenliegt schon auf der Terrasse des Parkes und bildet eine glückliche Verbindung mit dendahinter liegenden Teilen. Der Park selbst war ursprünglich in zwei durch ein Gittermit verschiedenen Toren voneinander getrennte Teile zerlegt. Der nördliche, neben demZiergarten gelegene, zeigt noch mehr den Charakter eines Lustgartens. Ein riesiger, freierPlatz seitlich des Kasino wurde wohl zu Spielen benutzt, dahinter reihen sich Boskettsund ein Orangengarten, mit Brunnenmittelpunkt und Statuen geschmückt, an. Hier lagauch, wie in Villa Borghese, noch ein besonderes kleines „Casino della f amiglia" (14), dichtan der Mauer der Aussichtsterrasse mit einem giardino secreto und einer kleinen Theater-anlage. Erhalten hat sich nur einiges von dem sehr anmutigen Tor-Kasino, das ganz inder Ecke dieser Terrasse liegt und Reste von Brunnen und Statuen zeigt. Südlich da-vor lag, über die ganze Breite des Parkes sich erstreckend, das vielgepriesene Pineto (18),das einst mit seiner regelmäßigen Bepflanzung den Eindruck einer ungeheueren Säulen-halle mit grünem Dach gemacht haben muß. Der zweite hiervon abgeschlossene Teilwar als großer Tierpark mit allerlei besonderen Gehegen und Käfigen für verschiedeneTiergattungen gedacht. Aber auch dieser Jagdgrund zeigt noch eine kunstvolle Anlage,