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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
Entstehung
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Frascati, Villa Aldobrandini

7. KAP.

der durchbrochene Giebel sollte mehr Leben hineinbringen, wirkt aber doch unschön.Der ganze Eindruck beruht auf dem Aufgang; die Würde des Bildes wird durch zweidunkle, streng verschnittene Eichenwäldchen auf der oberen Terrasse zu beiden Seitendes Hauses noch betont; die Eiche und Pinie sind also hier die Hauptbegleiter des archi-tektonischen Aufbaus. Nur versteckt und schüchtern, fast als einzige Unregelmäßigkeit,ist zur Seite des einen Eichenbosketts ein vertieftes Blumenparterre (Abb. 244) ange-bracht, eine hübsche Schiffchenfontäne ein Lieblingsbrunnenmotiv seit der Aufstellung

Abb. 244VillaAldobrandini,Frascati,Blumen-gärtchen

Phot.

der Kopie des antiken Schiffchens vor der Navicella steht als Mittelpunkt sich kreuzen-der Laubengänge. Das Haus kniet mit einem Stockwerk am Berge, so daß sich der Pracht-saal nach vorne mit seinem Balkon im ersten Stock zu der herrlichsten Weitsicht überdas Städtchen hinaus auf Rom und die Tiberebene bis zum Meere öffnet. Durch-schreitet man nun den Saal, so bietet sich auf der andern Seite der Pforte zum hinterenGarten ein unerwartet märchenhafter Anblick (Abb. 245): ein ebener halbrunder Platz,zu dem man auf wenigen Stufen herabsteigt, ist in den Berg hineingeschnitten. Die Futter-mauer, die den Berg stützt, ist durch Pilaster in eine Reihe von Nischen geteilt, zwi-schen denen man in Grottenzimmer tritt, die mit den uns bekannten, mechanisch durchWasser bewegten Kunstwerken angefüllt sind. Den Hauptbrunnen in der Mitte stütztein Atlas mit der Weltkugel, und zu beiden Seiten breitet sich das Band mit der er-wähnten Inschrift. Ein Stern, das Aldobrandinische Wappen, gießt von der Höhe der