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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
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7. KAP.

Frascati, Villa Aldobrandini

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Pflanzungen, bestimmte Gebiet wurde von Alleen mit dichten, über mannshohen ver-schnittenen Hecken umgeben, so daß nicht nur der Durchwandelnde, sondern auch derBesucher zu Pferd und Wagen, sich durchaus in einem Lustpark zu befinden glaubteund die Öl-, Wein- und Gemüse-, ja Kornfelder dahinter nicht ahnte. Diese Alleenwaren mit Statuen, Brunnen und anderem Schmuck reichlich versehen, so daß das Augeauch auf langen Strecken nicht zu ermüden brauchte. Noch Goethe bewundert diesenhaushälterischen Sinn der Südländer, die nicht, wie im Nordenoft große Streckenguten Bodens zu einer Parkanlage verwenden, um mit unfruchtbarem Gesträuch demAuge zu schmeicheln" 172 . So befindet sich vor der Villa Aldobrandini zwischen Stadt

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Abb. 243Villa A Idobran-dini, Frascati,Schiffchen-fontäne dervorderenRampe

Stich von Falda

und Eingang ein bedeutendes Landgebiet, das jedenfalls früher mit Kulturpflanzungenbesetzt war. Vorne ist das Terrain durch eine Mauer abgeschlossen, die zugleich festund zierlich in ihrer Verbindung von Stein und Schmiedeeisen gebildet ist. Am Mittel-tore beginnt dem Specchischen Stich zufolge eine breite Auffahrt, die von beiden Seitenvon dichten, regelmäßig verschnittenen Laubengängen begleitet ist, die dem FußgängerSchutz vor Sonne, ja selbst Regen geben konnten. Nach rechts und links durchziehenheckenumsäumte Pinienalleen das Podere. Der Stich gibt das ganze festliche Bild der Villavon der Stadtseite. Der Rampenaufgang am Ende der Mittelallee erinnert an PalazzoFarnese in Caprarola, doch ist die Anlage reicher und belebter. Die Rampen sind mitOrangenbäumen in Kübeln und Springbrunnen besetzt (Abb. 243), die auch die Terrassen-balustraden zur Seite des Hauses schmücken. Sowohl in der Mittelachse wie zu denSeiten sind in den Futtermauern Grotten mit zierlichen Wasserkünsten und Fontänenangebracht. Das Haus zeigt nach dieser Seite eine ernste, wenig geschmückte Fassade,