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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
Entstehung
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7. KAP.

Frascati, Villa Aldobrandini

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Balustrade Wasser aus seinen Spitzen, und darüber stürzt und schäumt über eine breiteWassertreppe die Flut des Wassers von einer höheren Terrasse, wo flankierend zwei hoheSäulen stehen, aus denen je ein Strahl aufsteigt, der herabfallend wie eine Girlande spiral-förmig um die Säule und von dort herab in die Balustrade, die die Wassertreppe um-säumt, geleitet ist. Und weiter glitzernd in verschiedenen kleinen und größeren Kaskadenblitzt das Wasser in immer größerer Höhe auf, bis es sich im Dickicht zu verlierenscheint. Steigt man aber auf die Terrasse über dem Theaterhalbrund, die durch das breiteBecken der Wassertreppe unterbrochen wird (Abb. 246), so steht man der Gartenfassade

Abb. 245

Villa

A Idobrandini,

Frascati,

Teatro

Phot.

der Villa mit der luftigen Loggia im Obergeschoß gegenüber. Neben der Wassertreppeführt der Weg zur nächsten Terrasse, wo das Wasser über einen Tuffsteinbrunnen ge-leitet wird und höher hinauf in breitem Falle über eine Futtermauer stürzt, die zubeiden Seiten Nischen mit Bauerngestalten schmücken (Abb. 247). Auf der höchstenTerrasse endlich empfängt eine Naturgrotte aus Tuffstein das Wasser in Kaskaden, nach-dem es sechs Miglien her unterirdisch geleitet ist.

In dieser Wasseranlage ist zur Vollendung geführt, was tastend eine lange Ent-wicklung gesucht hat: von den ersten, zarten Anfängen, wie sie Bembo in den Asolanischildert, über die liebliche Schöpfung in Villa Lante zu diesem stolzen Bilde, das dieZeitgenossen, die die Wasserfluten und Brunnen noch in ungeminderter Kraft sahen,mit Staunen und Entzücken erfüllte. Diese Wasserkunst ist von hohen Hecken umsäumtgewesen, an die, wie es scheint, von Anfang an das dichte, wenn auch unverschnittene,