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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
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Caprarola, Kasino

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Brunnengruppen flankiert, in das eigentliche Zierparterre, das vor dem nach vornezweistöckigen Kasino liegt. Es ist mit einer niederen Mauer eingeschlossen, auf der inregelmäßigen Abständen hermenartige, vasentragende Karyatiden stehen (Abb. 208),männliche und weibliche Gartengötter darstellend. Zwei Flußpferdfontänen als Mittel-stücke der Beete, die mit Buchs umsäumt sind, beleben den vorderen Ziergarten. Nebendem Kasino steigt man auf Rampentreppen, auf deren Balustraden Delphine Wasserspeien (Abb. 209), zur obersten, hinter dem Kasino gelegenen Terrasse. Das Kasino er-scheint von dieser Seite nur als eine einstöckige Loggia; hier hat sich von den Wasser-

Abb. 209CaprarolaKasino, Seiten-aufgang

Phot.

werken nur eine Mittelfontäne erhalten. Erst genauere Untersuchungen zeigen, daßursprünglich auf drei emporsteigenden Terrassen drei Wasserbassins auf jeder Seiteals Reservoir gedient haben. Sie fingen das Wasser auf, das, wie Montaigne erzählt,acht Miglien weit hergeholt war; nur die maskenverzierten Abflußlöcher haben sichnoch erhalten. Drei mit Nischen, Brunnen und Vasen geschmückte Tore (Abb. 210)führen von hier in den Wald 115 , der den dichten Hintergrund für das schöneBild gibt. Die Ausführung dieses Kasino ist sicher nicht mehr das Werk Vignolas, daerst Odoardo Farnese das obere Stück des Geländes im Jahre 1587 dazuerwarb. DieAnlehnung an Villa Lante aber ist augenfällig. Einzelne Motive, wie der Flußgott-brunnen, der Kettenkanal, sind unmittelbar von dort übernommen. An der Einzel-ausführung merkt man das kräftig einsetzende Barock, die Wirkungen sind gröber ge-worden, es ist alles stärker betont. Die Skulptur wie die Architektur fühlt sich immer