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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
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Caprarola, Kasino

7. KA P.

mehr in die Umgebung der vegetabilischen Natur ein. Trotzdem darf die ganze Anlagenicht zu spät gesetzt werden, die Wasserbehandlung vermeidet noch die Massenhaftig-keit und weist daher in das XVI. Jahrhundert zurück, wenn sich auch bei der großenFülle von Skulpturenschmuck die Vollendung bis ins XVII. Jahrhundert hinausgezogenhaben mag. Die Baumeister, unter denen Girolamo Rainaldi genannt wird, ein Künst-ler, den wir in der Gartenarchitektur noch mehrfach kennen lernen werden, sind hier,selbst wenn ihnen kein direkter Plan von Vignola vorgelegen hat, doch noch von demGeiste, der in Villa Lante herrschte, stark beeinflußt worden. Dieser Einfluß läßt sich

Abb. 210Villa Farnese,Caprarola,hinterer Garten-abschluß desKasino

Phot.

aber auch sonst in der Gegend häufig spüren, so besonders in dem Plan der Villa Giusti-niani a Bassano bei Sutri, der, von Percier und Fontaine 118 aufbewahrt, das einzigeist, was uns von ihr übrig geblieben ist. Der Garten ist wie in Caprarola durch eineBrücke mit dem Hause verbunden, die Wasserachse endet aufsteigend wie in VillaLante in einer Loggia, auch das Parterre vor dem Hause mit seinen Beeten und seinemStatuenschmuck zeigt diese Abhängigkeit.

Eine andere Villa, bei der zwar, da sie weit entfernt auf toskanischem Gebiete liegt,eine direkte Abhängigkeit nicht nachgewiesen werden kann, die Villa Campi bei Signa(Abb. 211), zeigt doch dieser Gruppe so ähnliche Züge und gehört so wenig in die Reiheder übrigen toskanischen Villen hinein, daß sie sich unmittelbar an den Kreis der Villenum Viterbo anschließt. Die kleine wenig bekannte Villa liegt auf einem Hügel über demmalerischen Städtchen Signa bei Florenz. Wie in Villa Lante ist das Wohnhaus in zwei