7. KAP.
Palazzo Doria
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ist Galeazzo Alessi. Er hat Genua um die Mitte des Jahrhunderts durch seine Bau-werke seine eigentliche Gestalt gegeben. Alessi brachte allerdings den Terrassenbaunicht als etwas völlig Neues nach Genua; die Notwendigkeit wird wohl hier eine frühe Lehr-meisterin gewesen sein. Aus all den Zerstörungen, denen die Genueser Villen und Pa-läste besonders im XIX. Jahrhundert unterlegen sind, ist wenigstens noch in seinenletzten Resten ein Beispiel großer Schönheit aus der frühen Zeit auf uns gekommen:Palazzo Doria. Das gewaltige Terrain, das sich von der Höhe des mit der Kirche vonSan Rocco geschmückten Berges bis hinab an das Meer zieht, wurde dem großen AndreaDoria vom Senate geschenkt. Andrea ließ den Palast, der darauf stand, 1530 durchMontorsoli, einen Schüler Michelangelos, umbauen, und den nächsten Jahrzehnten ge-hört auch die Anlage der Gärten an. Der Palast mit seinen luftigen Loggien zu beidenSeiten, den schönen, mit Fresken des Raffael-Schülers Perin di Vaga geschmücktenInnenräumen, liegt amFuße desBerges, so daßdieGärten sich in zwei getrennte Gruppenzerlegen (Abb. 17g): den verhältnismäßig ebenen Vordergarten, der sich bis zum Meere er-streckte, und den steilen Berggarten, der sich fast bis zur Höhe der Kirche hinaufzogund von dem Palaste durch die Straße getrennt ist. Diese an sich nicht günstige Zwei-teilung hat der Baumeister höchst geschickt zu einem Zusammenschluß des ganzenGartens benutzt. Aus dem ersten Stockwerke führte er Brücken nach der unterstenTerrasse des Berggartens 83 . Nach vorne ist diese unterste Bergterrasse nach der Auf-nahme des französischen Architekten Gauthier aus der ersten Hälfte des XIX. Jahr-
Abb. 179Palazzo Doria,Grundriß
Nach Triggs