Druckschrift 
1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
Entstehung
Seite
266
Einzelbild herunterladen
 

266

Palazzo Doria

7. KA P.

hunderts durch einen langen Laubengang abgeschlossen, seitlich nach hinten durchPavillons begrenzt. Die Mittelachse der steil aufsteigenden Terrassen wird durch einenachteckigen Brunnen, Rampentreppen und Wandbrunnen in der Futtermauer be-zeichnet. Als höchster Abschluß thront noch heute der Gigant, eine nackte Jupiter-statue in einer Nische, zu dessen Füßen laut Inschrift der Lieblingshund des Doria,

Abb. ISO

Palazzo Doria,

Genua,

Hauptparterre

Phot.

,,il gran Roedano", ruht, ein Geschenk Karls V. Die Terrassen waren hauptsächlich mitObst, Orangenbäumen und Wein bepflanzt. Evelyn rühmt die Obstpflanzungen hierganz besonders. Nach der Meerseite vermittelt den Übergang zu dem Ziergarten einbreiter, von Marmorsäulen getragener, balustradenumsäumter Altan, der zugleich dieAufgabe hat, die schräge Stellung des Palastes zum Garten zu mildern. Zu beidenSeiten liegen zwei giardini secreti, heute mit besonders schönen Brunnen geziert. Ineinem derselben sah noch Evelyn 84 ein großes Vogelhaus, in dem unter einer Eisen-konstruktion Bäume von 2 Fuß Durchmesser den Vögeln Aufenthalt boten. Aus dem