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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
Entstehung
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Villa Madama

7. KAP.

Abb. 166

Villa Madama,

Rom, Elefan-

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hat, seitdem aber verschollen ist 64 . Diese obere Terrasse war wohl auch in erster Linieals Statuengarten gedacht. Die Bepflanzung interessierte die Zeichner leider nicht.In der Mitte liegt etwas seitlich zur Mittelachse ein nicht sehr großes rechteckigesBassin. Von hier führen seitlich je eine Treppe nur die südliche ist erhalten nacheiner zweiten sehr viel tiefer liegenden Terrasse, die fast ganz durch ein großes Bassinausgefüllt ist. An der Futtermauer läuft dahinter von Nord nach Süd ein reich geglie-derter Grottengang. Soweit alleinspricht das Vorhandene. An derHand der Pläne des San Gallo, derursprünglich bei Raff ael im Bureauarbeitete und später selbst Leiterdes Baues wurde, treten wir ausdem Gigantentor noch in einengroßen Hippodrom, der mit Ka-stanien und Fichten bepflanzt ist(Abb. 166). Eine geglättete Ebenevon länglicher Gestalt deutet dar-auf hin, daß dieser Teil auch aus-geführt worden ist. östlich führenvon hier elegante Doppeltreppen inden tiefer gelegenen Orangengar-ten. Eine der oberen entsprechendeTreppe steigt zu einer dritten Ter-rasse herab, die nach der flüchtigenSkizze ein breiter Ziergarten mitParterre und halbrundem Brunnen-abschluß werden sollte. Die süd-liche Seite der Villa, und mit ihr alleGartenanlagen, sind niemals in An-griff genommen worden. Doch hatsich für diese Gärten eine Zeich-nung gefunden, die vielleicht vonRaffaels eigener Hand stammt(Abb. 167): Wieder in drei Terrassensteigt der Garten das Gelände hin-ab. Die oberste nimmt ein quadratischer Ziergarten ein, darauf folgt ein kreisrunder,vielleicht als Rosengarten gedacht, mit einem Brunnen in der Mitte. Die unterste größteTerrasse ist ein Oval mit zwei Brunnen; breite Rampentreppen führen von einer Terrassezur anderen. Das Ganze, höchst geistvoll ausgedacht, erscheint wie eine Illustration zuAlbertis Forderung, Zyklien und Hemizyklien im Garten anzulegen, um so mehr, wennman die Pläne des Gebäudes selbst dazu liest. Nach dem jüngsten Entwurf war dort alsZentrum ein kreisrunder Hof gedacht; die eine ausgeführte Hälfte bildet heute als Hemi-zyklium die südliche Fassade. Nach der Bergseite aber sollte sich dahinter und darübernoch ein großes Halbrund eines Theaters erheben, das den Hof und die ganze Villaüberschaute. Um diesen Mittelhof sollten sich nördlich und südlich die Zimmer gliedern