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Villa Careggi
7. KAP.
stand, erbaut. Doch während Michelozzo den Palast der Mediceer in Florenz selbst schonvöllig in den Formen der Renaissance erbaute: mit fein nach den Verhältnissen der Stock-werke abgestufter Rustika, prächtigem, weitausladendem Kranzgesimse, geistvoll be-handelter Umrahmung der Fenster — so ist von alledem in Careggi noch wenig zu spüren.Careggi steht in der Behandlung der Außenseite des Hauses noch völlig im Banne desmittelalterlichen Schloßbaues. Die Straßenfassade ladet in ihrem Unterbau weit aus,als sollte sie einen ersten feindlichen Ansturm erschweren, die Fenster sind klein undschmucklos, die Bekrönung aber hat die höchst malerisch gestalteten Zinnen des floren-
Abb. 154
Villa Salviati
bei Florenz
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tinischen Schloßbaues, wie sie der Palazzo Vecchio in Florenz als allbekanntes Beispielzeigt. Careggi bildet hierin keine Ausnahme, wir müssen im Gegenteil alle Villen umFlorenz und wohl in Italien überhaupt um die Mitte des XV. Jahrhunderts in diesemStile errichtet denken. So ist Caffagiolo, eine andere Mediceervilla, von Michelozzo nochfestungsartiger mit Graben und Zugbrücke ausgestattet worden 15 . Leider hat diesesHaus heute durch einen Umbau, den die Prinzessin Borghese im späteren XIX. Jahr-hundert vornahm, völlig seinen Charakter verloren. Um die gleiche Zeit oder wenig späterdürfte auch die Villa Salviati (Abb. 154), die im Jahre 1450 in den Besitz Allemanno Salvi-atis, des Schwagers von Cosimo Medici, kam, erbaut worden sein. Ihr Stil ist den Mediceer-villen so ähnlich, daß man wohl auch auf Michelozzo als den Baumeister schließen darf.Auch Quaracchi hat jedenfalls einen festungsartigen Charakter wie Caffagiolo mit seinenGräben ringsum gehabt. Andere Villen, wie die Mediceervilla im Tale von Fiesole, die