7. KAP.
Pontanus, De Hortis Hesperidum
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Trompete die Bewaffneten und rufe die Schar zum Kampf; ein anderer werfe Steineaus eherner Schleuder, er breche das Lager und sende die Schar in die zertrümmertenMauern, und in die Trümmer stürze die Schlachtreihe unaufhaltsam, sie versammlesich in den offenen Toren, und das einbrechende Heer zerstöre die genommene Stadt.So gebrauche Kunst, Zeit, eingeborene Kraft und die beständige Sorgfalt des Men-schen den Baum wie einen Wollfaden, damit im Garten aus Blättern und Zweigen inverschiedenen Geweben du den Teppich in neuen Figuren erglänzen sehen mögest."Wenn man die Übertreibungen und Weitschweifigkeiten des Humanistenstiles von
Abb. 153Villa Medicea,
Phot.
diesem Gemälde abzieht, so findet man nichts darin, was nicht in den Einzelheitenauch Rucellai in seinem Garten besaß. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß Pontan dabeiwirklich seinen Garten an der Mergelina vor Augen gehabt hat.
Gegen solche ausführliche Schilderungen ist das, was wir von dem Garten der berühm-testen Villa der Frührenaissance, Careggi (Abb. 153), aus der Literatur erfahren, sehrdürftig. Ganz wertlos sind jene Aufzählungen von Bäumen und Sträuchern in einemlateinischen Gedichte aus Humanistenkreisen 14 : nach den üblichen Vergleichen mit denGärten der Semiramis und des Alkinous folgt nichts weiter als jene vielfach aus Alter-tum und Mittelalter bekannte Stilübung. Dafür aber ist diese Villa und in einigen Zügendoch auch noch der alte Garten erhalten. Das Haus selbst ist bis auf das Schutzdach,das eine Restauration nach dem Brande von 1517 auf die Zinnen gesetzt hat, ganz imalten Zustande, Michelozzo hat es für Cosimo Medici, ein wenig früher als Quaracchi ent-
15 G othein, Gartenkunst I
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