7. KAP.
Villa Quaracchi
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auf dieses opus topiarium gar keinen Wert, auch die anderen Schriftsteller der Früh-renaissance beschäftigen sich kaum damit; der italienische Garten der Hochrenaissanceaber rückt von diesem kleinlichen Schmuck mehr und mehr ab, da dieser mehr dieGeschicklichkeit des Gärtners als ein ästhetisches Moment bezeichnet. Wir wissen, wieverbreitet der Baumverschnitt im späteren römischen Altertum war, doch gehört zusolchen Gebilden, wie sie in den Gärten von Quaracchi stehen, eine so ausgebildete
Abb. 151Brunnen-pavillon
Nach
Hypneroto-machia.II Sogno' diPolifilo
Praxis, daß hier unmöglich nur an eine Anlehnung an Plinius und andere antikeSchriftsteller zu denken ist, sondern an eine lange, im Mittelalter nicht vergesseneÜbung, wenn auch die Fäden nicht deutlich aufweisbar sind.
Rucellais Schilderung eines wirklich vorhandenen Gartens gibt auch zwei Dicht-werken eine reale Basis. Das eine ist um die Mitte des XV. Jahrhunderts, etwa zugleicher Zeit wie der Garten in Quaracchi entstanden: des Mönches Colonna „Sogno diPolifilo" 12 . Er schildert in Wort und Bild eine kreisrunde Garteninsel, die von Wasserumschlossen und im Innern von Myrtenhecken umwallt ist. Die Gärten selbst denkt