5. KAP.
Aschraf
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Abb. 118A schraf,Pavillon imSchahgarten
Nach Sarre
Alleen und Beeten mit Blumen angefüllt. Ein achteckiger Pavillon von zwei Stock-werken fällt ihm besonders auf, wo das Wasser ringsum über die Terrasse herabfällt,so daß die Hand, die man zum Fenster hinausstreckt, sofort mit Wasser bedecktwird" 61 . Jener Kalifenpavillon in Toledo inmitten seines Wassers war von gleicherBeschaffenheit.
Die großen rechteckigen Wasserbassins, auf deren leuchtenden Spiegel der Perservon seinem Pavillon so gerne hinausschaut, nennt er Deriatcheh, d. h. kleines Meer.
Glücklicherweise ist auch die Anlage einer wirklichen villa urbana, ferne der Stadt, inihren Trümmern noch deutlich erkennbar, erhalten. Sie ist bei Aschraf, einige Kilo-meter südlich der Burg von Astrabad, an den Abhängen des Gebirges gelegen und stammtauch aus der Zeit Abbas des Großen. „Sieben völlig regelmäßige, einfach rechteckige Gär-ten sind, ohne nach einem Hauptplane einheitlich ineinander gearbeitet zu sein, ein-fach so aneinander und nebeneinander gelegt, wie sie in der Reihenfolge der Ent-stehung sich am besten dem Gelände anpassen ließen" 62 . So beschreibt Sarre dieseAnlage (Abb. 117), und wie er haben auch schon die Reisenden des XVII. Jahrhundertsmit deutlich ausgesprochenem Tadel die Uneinheitlichkeit des Planes erwähnt, ohne zubedenken, daß erst die italienische Spätrenaissance den Gedanken der hier gefordertenEinheitlichkeit gefaßt hat. Diese persischen Gärten liegen, wie immer im Orient, jeder fürsich ummauert als Einzelgärten, jeder mit seinem beherrschenden Gebäude in Terrassenangelegt, die sich nach Norden oder Nordwesten herabsenken. Durch einen großen Vor-hof gelangt man von Norden in den Hauptgarten, Bagh-i-Shah, Schahgarten genannt (A).Er ist der größte, mißt etwa 450 m Länge zu 200 m Breite und steigt in 10 Terrassen