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Isphahan, Tschihil-sutun
5. KA P.
Dieser ursprüngliche Bau Abbas des Großen ist nach einem Brande am Ende desXVII. Jahrhunderts wieder neu errichtet worden. Der Garten aber war immer dergleiche, wie ihn der Grundplan zeigt 69 : innerhalb eines Mauerrechtecks von 280 zu 180 merhebt sich, fast die Mitte einnehmend, der Pavillon, an dessen vorderer Schmalseite eineVorhalle sich befindet, wo ein schweres Holzdach auf drei Reihen von je sechs hohenHolzsäulen ruht. Der Pavillon ist ganz von einem schmalen Kanal umflossen, vorne undhinten durchschneidet, von der Gebäudeterrasse ausgehend, ein sehr breiter Kanal denganzen Garten, der in regelmäßigen Blumenbeeten, von Alleen durchzogen, angelegtist. Einer der Räume im Innern hat eine Nische mit Dekorationen versehen, die an dasbyzantinische Chrysotriklinium erinnern: „Über das ganze Ornamentfeld zieht sich eineansteigende Bodenfläche, die durch festgewurzelte Bäume, an denen Blätter- und Blüten-rosetten sitzen, festgelegt wird. In den Zweigen der Bäume sitzen buntschillernde phan-tastische Vögel" 60 . Ähnlich sind wohl die meisten dieser Pavillongärten gewesen.Chardin schildert auch den Palastbezirk außerhalb der Stadt, Pavillons und eine Überfüllevon Wasser weiß er hervorzuheben: „wenn alle Wasser in diesen köstlichen Palästenspringen, glaubt man, an einem Zauberorte ¥ zu T sein". Die Gärten bestehen aus hohen
Abb. 117
A schraf,
Persien,
Grundriß der
Gärten
Jf
A
A. Bagh-i-Shah (Schahgarten)
B. Bagh-i-Sahib-Zeman (Garten des Herrn der Zeit)
C. Bagh-i-Tepe (Hügelgarten)
D. Bagh-i-Tschescheme (Brunnengarten)G. Bagh-i-Seitun (Olivengarten)
Nach Sarre ^