5. KAP.
Isphahan, Tschehar-bagh
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nannt (A) und zeigt auch die wahrscheinlich von je festgelegte Anlage dieser Sportplätze,auch wo sie nicht zu städtischen Marktplätzen wurden. Es ist ein rechteckiger Platz,386 mlang und 140 m breit, Baumalleen sind ringsum gepflanzt, und ihn umgibt eine fort-laufende Flucht zweistöckiger Arkaden. Die Untergeschosse dienten zu Läden, dieoberen zu Tribünen, um von dort den Spielen und Festen auf dem Platze zuzuschauen 56 .Westlich von diesemPlatz legte Abbas die große Prachtstraße an, der Tschehar-bagh, d.h.die Viergärtenstraße genannt (Abb. 114, 5 u. 115). Sie ist mehr als 3 km lang und in derMitte von einer zweigeschossigen Brücke unterbrochen. Die Straße steigt in niedrigen
'Abb. 116T schihil-sutun,Isphahan,Grundriß
L. 1 jL: Nach Sarre
breiten Terrassen auf und ist in der Mitte von einem Kanal durchflössen, der sich aufjeder Terrasse in ein Bassin verbreitert. Chardin, der französische Reisende des XVII.Jahrhunderts, schildert diese ganze Anlage auf das eingehendste: Bassins und Kanal sindvon breiten Steinplatten eingefaßt, so daß zwei Reiter darauf nebeneinander reitenkönnen.Die Wasserbassins sind von verschiedener Größe und Gestalt, jedes aber hat einen Spring-brunnen, und von Terrasse zu Terrasse fällt das Wasser in Kaskaden herab, was demHeraufsteigenden immer eine herrliche Perspektive gibt. An beiden Enden der Allee sindzwei Pavillons quer über die Straße gebaut, um ihr einen Abschluß zu geben. GleichePavillons dienen auch als Eingangstore zu den Gärten, die sich auf beiden Seiten dieserStraße hinziehen. Ein jeder dieser Gärten hatte noch einen zweiten Pavillon in der Mitte,fast alle diese kleinen Gartengebäude waren vergoldet und trotz wechselnder Gestaltungvon einer Größe 57 . „Zwischen dem Maidan und dem Tschehar-bagh dehnt sich der weitequadratische Palastbezirk aus. Er umfaßt verschiedene, von Gärten umfriedete Pavillons,unter denen der der 40 Säulen .Tschihil-sutun'der bemerkenswerteste ist" 58 (Abb. 116).