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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
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4. KAP.

Villa des Hadrian, Tivoli

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dies Bild mit Hadrians Rundbau, so fällt die Ähnlichkeit beider ins Auge. Inbeiden Säulenportikus, Kanal, inneres Haus. Allerdings kann der Bau der Hadrians-villa nicht genau ebenso benutzt worden sein, wie das Ornithon des Varro. Dieäußere Portikus eignet sich mit der abschließenden Mauer wenig zu Vogelkäfigen.Das innere Haus hat auch viel Mauerwerk, immerhin können die seltsamen kleinenRäume, wenn der Boden mit Sand bestreut war, wohl als Aufenthalt von Vögeln undanderen Tieren gedacht sein. In der Renaissance hat man, wie noch manche Bei-spiele zeigen, in Villa Borghese und den Orti Farnesiani auch Bauten mit vielMauerwerk als Vogelhäuser verwandt. Sicher waren die Drehbrücken angebracht,um nur für den Augenblick, zum Überschreiten des Kanals, benutzt zu werden,sonst aber den Wasservögeln freie Bahn zu lassen. Daß auch dieses Bauwerk imInnern sehr reich ausgeschmückt war, ist kein Hindernis, hier etwa das Vivariumder kaiserlichen Villa zu sehen; wir wissen, wie besonders beliebt ein solcher Raumin den Villen war und wie gerne er, was ja auch Varro schildert, als Lusthaus be-nutzt wurde.

Auch dieser Bau lehnt sich, für sich abgeschlossen, in abweichender Achsenrichtungsüdlich an einen großen Gebäudekomplex an, der wieder in mehrere selbständige Grup-pen zerfällt, die mit Recht als die Hauptresidenz des Kaisers gelten. Der Kaiser hateine ganze Reihe von Jahren Rom gemieden und von dieser Villa aus die Geschickeder Welt geleitet. Der Hauptwunsch des wandermüden Herrschers war es, seiner Resi-denz durch Garten- und Wasseranlagen den Stempel heiterer Schönheit aufzudrücken.Ein wahres Musterstück einer Gartenvilla muß die südöstliche Baugruppe des Palastes,die sogenannte Piazza d'Oro (16), gewesen sein: auf einen Säulenhof öffnet sich ein mäch-tiger seltsam geschweifter Kuppelsaal, in dessen Mitte ein Bassin liegt, das darauf deutet,daß das Kuppeldach eine Öffnung gehabt hat, ähnlich wie in dem gleichzeitigen Pantheon

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Abb. 79

Das Ornithon

Varronis,

Rekonstruktion

der Renaissance

Nach Laurus