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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
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Villa des Hadrian, Tivoli

4. KAP.

Abb. 78

Villa des

Hadrian, das

sog. Natatorium

Nach Gusman

'

kreisrunder Bau (7), von einer festen Mauer umgeben, der nach innen eine säulengetragenePortikus vorgelagert ist. Den nächstinneren Kreis bildet ein YVasserkanal mit Dreh-brücken. Dieser umschließt einen Bau, der aus vielen kleinen Gemächern besteht, diesich um ein Atrium in der Mitte mit geschweifter Säulenstellung gruppieren. Vor derNordseite liegt eine Vorhalle, deren Säulenportikus sich auf eine Gartenterrasse öffnet.Dieser rätselhafte Bau kann weder ein Miniaturhaus sein 125 , noch eine Nachahmungeiner berühmten Insel 126 . Höchstwahrscheinlich aber werden wir ein Lusthaus, zu einembesonderen Zwecke errichtet, darin sehen. Varro schildert eine Anlage, die, wenn auchnicht restlos unser Gebäude erklärt, doch mehr Licht auf diese Ruine werfen kann.Des Varro 127 Bau ist ein Vogelhaus, das er zu seinem Vergnügen in seiner Villa er-richtet habe und das seitdem oft nachgeahmt worden sei. Die ganze, von einer Mauerumgebene Anlage besteht aus zwei Teilen, einem quadratischen und einem kreisrunden.Der erstere hat am Eingange zwei mit Netzen überspannte, zu Vogelkäfigen eingerich-tete Portikus, weiter je zwei Piscinen, zwischen denen ein Weg nach dem Tholos, demRundbau, führt; dieser kreisrunde Bau hat eine Portikus als Umgang, deren äußereSäulen von Stein, die inneren von Holz sind, und die auch als Vogelkäfige benutztwerden. Ein schmaler steinerner Fußpfad trennt die Portikus von dem innen umlaufendenKanal, der mit den Piscinen in Verbindung steht. Er umfließt ein inneres überdachtesSäulenhaus, das eine Art Triklinium enthält. In der Renaissancezeit hat man eine ge-naue Rekonstruktion nach dieser Schilderung versucht 128 (Abb. 79). Vergleicht man