4. KAP.
Ägyptischer Einfluß
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bäudetypen, sondern auch mancherlei über die Anlage, mehr noch über den Schmuckder Gärten. Gerade hierin hat um jene Zeit eine ägyptische Mode geherrscht. Sicherhat die Gartenkunst damals einen mächtigen Impuls durch die Einverleibung Ägyptensals römische Provinz erhalten. Allerdings nannte man schon unter Cicero künstlicheKanäle in den Gärten Nilus, was nur erklärlich ist, wenn die Umgebung irgendein
Abb. 61Heiligtum,Kapelle undBaum, pom-pejanischesWandgemälde
NachComparetti
ägyptisches Aussehen erhielt. In den Wandmalereien leistet das die Staffage. Hier istder Nil mit Lotosblumen geschmückt, von Palmen umgeben, durch Krokodile undPygmäen belebt 81 . Ringsum sind ägyptische Heiligtümer angebracht. Manches vondiesen Anlagen findet sich schon auf hellenistischen Reliefs, und zweifellos ist auch dieseganze Kunst stark unter hellenistischem Einfluß in Rom entstanden 82 . Ganz helle-nistisch in der Anordnung ist auch auf pompejanischen Gemälden die Darstellungsakraler Bäume (Abb. 61). Die Baumverehrung selbst ist allerdings auch in Rom eine alte