3. KAP.
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Garten des Alkinoos
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uns auch das Landgut 1 mit seinem schönen Fruchtgarten denken, das Alkinoos in Ruf-weite von der Stadt besaß, beim Haine der Pallas Athene, wo Odysseus warten mußte,bis Nausikaa mit den Mägden unter das väterliche Dach getreten war. Aber Alkinoosbesaß auch einen großen, herrlichen Garten 2 in der Stadt Scheria, er stieß an seinenPalast an (Odyssee VII, ii2ff.), zu dessen Schilderung der Dichter alles zusammentragenmöchte, was er Schönes und Prächtiges nur ersinnen kann. Und doch, wenn wir diesengenau prüfen, geht auch er über einen Nutzgarten durchaus nicht hinaus und unter-scheidet sich in dieser Richtung wenig von Laertes' Farmgarten. Odysseus überschaut
Abb. 47Palast vonKnossos, Saalund Terrasse
Phot.
ihn, ehe er die hohe Schwelle des Phäakenpalastes überschreitet. Außerhalb des Hofesliegt er, nahe der Türe. Dieser Vorhof ist rings von Mauern, wohl auch, wie dies diemykenischen Paläste uns zeigen, mit Gebäuden umgeben; neben der Haupteingangs-pforte erstreckt sich der vier Hufen große Garten, auch er, wie der Hof, von Mauernumgeben 3 . Dem Hof zunächst liegt der Baumgarten: Äpfel, Birnen, Feigen und Oliven,die gleichen Arten wie in Laertes' Garten, nur die Granate wird dort nicht erwähnt.Auf den Fruchtgarten folgt der Weingarten, endlich in letzter Reihe die Beete des Ge-müsegartens, wohlgeordnet mit verschiedenen Arten bepflanzt 4 . In dieser Dreiteilung,die jede andere Bepflanzung und jeden Schmuck ausschließt, der nicht unmittelbardem Nutzen dient, hat der Phäakengarten durchaus das gleiche Gesicht wie jeder andereFarmgarten. Wenn der Dichter uns also auch hier, wo er das Höchste seiner Zeit schil-dert, nichts anderes sagen kann, so ist der Schluß wohl berechtigt, daß jene Kultur nur