Der Yschitbaum
1. KAP.
Ägypter nicht minder wichtig als die Sykomore. Zu diesen treten dann noch zweiPalmenarten, die Dattelpalme und die Dumpalme; die Dattelpalme besonders wirdin größter Mannigfaltigkeit benutzt 11 . Auch die Akazie, zu denen wohl der von denAlten Persea genannte Baum zu rechnen ist (Mimosops Schimperi), gehört zu denBäumen, die in ältester Zeit mit der Sykomore in Ägypten den Charakter der Baum-vegetation bestimmt haben; ihre Heimat haben allerdings beide nicht in Ägypten 12 .
Abb. 5Götter grabenden Namendes Königs ¥}
auf dem
Yschitbaum
ein, Theben,
Tempel
Ramses II.
Nach Lepsius
Neben diesen Bäumen war noch ein heiliger, hochverehrter Baum, den die Texte Yschitnennen, ein Fruchtbaum, der nicht ganz sicher bestimmt ist. Der Yschitbaum ist derBaum der Geschichte, auf welchen die Götter den Namen und die Taten des Königseingraben 13 (Abb. 5). Reichlich vermehrt sind diese Arten erst im neuen Reich, wo derSchreiber Innj, der um 1500 lebte, in seiner Grabschrift die Bäume aufzählt, die er inseinem Leben gepflanzt hat. Es ist eine Liste von 20 verschiedenen Arten, von denen nochnicht alle bekannt sind. Die alten Arten sind auch hier in der Überzahl, nicht wenigerals 90 Sykomoren, 170 Dattelpalmen und 120 Dumpalmen finden sich in der Liste 11 .