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Gedichte
Entstehung
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278
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Die Mitternacht hört ihre Klagen» sie

Hört noch der Morgen, wenn die Hora ruft.

So trauert sie des Lebens Frühling hin,

Bis mitleidsvoll der Tod die Blume, kaum

Entfaltet, knickt, und von dem Stengel reif sf *

' '

Ich sehe dich in Thränen schwimme 1 "

Freund!

Ich sehe deine Seele bluten, und

Doch zeigt' ich von dem Menschenelend dir

Nur einzelne und schwache Bilder noch.

Wie manche Ziihre fliefset unbemerkt

In stiller Hütte und im Marmorsaal!

Wie manche Klage stirbt im öden Hain!

Sieh nur den grofsen Menschenhaufen»

Frag Tausende von ihnen : seyd ihr glückl jC

Und hör von Tausenden : wir sind es n lC

Gedrückt, gehemmt in ihrem Lebensgang

dtSiehst du die meisten, und ein spärlich " r

Wird ihnen nur für Müh und Schweifs zu The'.

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