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Das akademische Gut Dikopshof : Gutswirtschaft der Kgl. landwirtschaftlichen Akademie Bonn-Poppelsdorf ; geologisch-agronomisch beschrieben
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E. Kaiskr, Das akademische Gut Dikopshof.

des Kalkgehaltes an der Oberfläche ist durch Verwitterung be-dingt. Daß stellenweise auch noch nahe der Oberfläche ein Kalk-gehalt zu beobachten ist, ist zum Teil wohl jüngsten Abschwem-mungen am Gehänge, zum Teil auch der Tätigkeit des Menschenzuzuschreiben. Entnahmestelle XX VI 1 ) zeigt an der Oberflächeeinen Gehalt des lufttrockenen, gesiebten Bodens an Kohlensäurevon 0,693 pCt, entsprechend 1,6 pCt. kohlensaurem Kalke.

Eingelagert sind den Sauden stellenweise auch äußerst feineSchluffsande, die den später zu besprechenden Feinsandon (dem»Sandlöß«) ähneln. Diese Schluffsande enthalten mehrfach einen nichtunerheblichen Kalkgehalt und gehen in Mergelsand über (523, 525).

Lehme, die gleichen Alters mit den umgebenden Sandenund Geschieben sind, kommen stellenweise in dünnen Bändern vor(525), nehmen aber nirgendwo große Ausdehnung an. Es sindstark tonige Lagen ziemlich gleichmäßiger Korngröße, die sichgerade hierdurch von den Lehmen an der Oberfläche unterscheiden,die, durch hohen Sandgehalt ausgezeichnet, als Verwitterungsproduktezu bezeichnen sind und deshalb erst später beschrieben werden.

Ton tritt in Schlag V auf einige Erstreckung hin an derOberfläche des Kieses auf, zum Teil durch Löß verhüllt (168,169, 180, 184, 185), zum Teil aber auch an der Oberfläche ent-lößt {181, 182, 183). Dieser schwach sandige Ton ist wohl zumgrößten Teil als Rest diluvialen Flußschlickes zu betrachten, dernach der Bildung des Kieses zum Absätze gelangte. Er tritt imBereiche des Gutes lokal sehr scharf begrenzt auf. Es ist das be-sonders wichtig, da man im allgemeinen auch von dem diluvialenRheine die Mitführung feinster Flußtrübe annehmen muß. Zu be-tonen ist, daß aber auch in der weiteren Umgebung des Dikops-hofes derartige stark tonige Bildungen den diluvialen Ablagerungenfehlen. Die Mächtigkeit des lehmigen Tones geht bis zu 60 cm,ist aber ausreichend, um zu besonderen Schwierigkeiten bei derBewirtschaftung zu führen.

Die Bildung toniger Verwitterungsprodukte an der Oberflächeder Kiese, auch unter Lößüberdeckung, ist S. 27,30 näher besprochen.

l ) Vergl. Anm. 1, S. 15.