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[2] (1916) Kommentar. Hälfte 1
Entstehung
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250
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250 XXVB. Bamberger Arzenelbuch.

in der Hs. Add. 8928 befindlichen Iraktat mit demIncipit: Vera hec est dinamis et monstratio omniummedicamentorum . . .

Heimat und Verfasser: Die Bruchstücke sind ineiner Gegend geschrieben, in der nd. p im Anlautnicht zu pf verschoben war: perfich Z. 32, peffer Z. 93und pannun Z. 110; 150. Das spricht für rhein-fränkische Heimat. Ein paarmal ist t im Auslaut un-verschoben ftabewrt Z. 84 und et Z. 113; 150. Dasdeutet vielleicht auf das nördlichere rheinfränkischeSprachgebiet. Einiges weist darauf hin, dass dieBamberger Bruchstücke eine rheinfränkische Umschriftaus oberdeutscher Vorlage sind: so ist XXV 112 geizze-bone in das fränkische zeginbone XXV B 75 umgeändert,aber XXV B 36 geizener beibehalten; auch vereinzeltech für k, der Schwund des h nach e in swelin XXV B19.

Literarijdies: Priebsch bemerkt S. 205: Bl. Iv. 23 l )bricht der Text eines dieser Rezepte mitten im Satzja mitten im Worte ander | halb ab und fährt erst 2v, 16,mit dem zweiten Teil dieser Zusammensetzung fort.Das kann sich nur aus einem Fehler der Vorlageunseres Schreibers oder der eines Vorgängers erklären,sei's dass eine Lage oder einzelne ihrer Blätter ver-bunden waren, oder sei's und dies dünkt michwahrscheinlicher dass sie aus Einzelblättern bestand,die in Unordnung geraten waren."

In der Tat handelt es sich um eine Blatlversetzung,welche in der Vorlage des Schreibers der BambergerBruchstücke stattgefunden hatte und von diesemman kann es kaum begreifen wirklich stumpfsinnigherübergenommen wurde. Ordnet man nämlich dieRezeptgruppen, so wie von mir durch die den einzelnenRezeptgruppen übergeschriebenen Zahlen angedeutetist, dann erhält 'man eine mit der Reihenfolge desZüricher Arzeneibuches ziemlich übereinstimmendeRezeptfolge, v. Steinmeyer, der Bl. 1 r = 1 v und 1 v = 1 rnimmt und über die Blattversetzung eine Berechnungangestellt hat, argumentiert folgendermassen: Bl. IvZ. 63, 2r Z.95 und 2v Z. 137 schloss ein Bl. der Vorlage.

') Vgl. oben XXVB 63; 138.