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[2] (1916) Kommentar. Hälfte 1
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224 XLIV. Die ältesten Lucidariusbruchstücke.

schwäbisch oder niederalemannisch. Dafür spricht diedurchgehende Form weit für werlt, dur/ürdurh, hant 323als 2. Fers. PI., und das ziemlich häufige Auftretenvon Adjektivabstrakten aufi. für Niederalemannischspricht d für t im Anlaut 17; 116; 327; umgekehrtt für d 360; 361; nach der Grenze des Rheinfrän-kischen weist das ganz vereinzelte unverschobene pim Anlaut in plege 438 gegenüber durchgehendemph; z für s im Anlaut 63; 287; mit der Form diufür du 322 steht die Hs. dem Trudperter Hohen Lied(vgl. z. B. 15,32; 16,26 f.; 20,10 uff.) nahe. Einevollständige Lautlehre der Göttinger Bruchstücke gibtHeidlauf in seiner Diss. S. 34 f.

Quellenfrage: Die benutzten Quellen sind nochnicht alle festgestellt. Für einen grossen Teil desLucidarius waren die Philosophia mundi des Wilhelmvon Conches und die Imago mundi nebst dem Eluci-daiium des Honorius Augustodunensis Quelle DieseQuellenschriften sind vereinigt im MSL. 172. Auchdie Libri de divinis officiis des Ruppert von Deuz(MSL. 170) haben Material geliefert. Daneben dürftenfabulose Reiseberichte herangezogen worden sein.Sicher die Peregrinatio Brendani (vgl. unten zu Z.289f.). Vielleicht auch eine Fassung der Visio Tungdali.Manches stammt vielleicht aus einem Kommentar zueinem antiken Autor. Soweit die Quellen nachweis-bar sind, habe ich sie in den Erläuterungen im Wort-laut angeführt. Lieber die Art, wie die Quellen zu-sammengetragen wurden, berichtet V. 9. f. der Vor-rede des A-iexles (s. Anhang). Man darf daherwohl annehmen, dass, bevor an die Bearbeitung desdeutschen Textes herangetreten wurde, Collectanea inlateinischer Sprache zusammengeschrieben wurdenund diese ihrerseits die eigentliche Quelle des Luci-darius gebildet haben. Für den Titel war das Eluci-darium des Honorius massgebend und wohl auch fürdie Dialogform, wie wohl diese seit der AlcuinschenSchulreform die für Elementarbücher übliche warund daher auch noch in anderen Schriften ihr Vor'bild haben konnte.