XLIV. Die ältesten Lucidariusbruchstücke. 223
Literatur: F. Mone, Anzeigerfür Kunde des deut-schen Mittelalters 3 (1834) 311 bis 318. — A. H. Hoff-mann, Altdeutsche Blätter 1 (1835) 326 f. — K. Schröder,Germ. 17 (1872) 408 f. — W. Wackernagel, Die alt-deutschen Hss. der Basler Universitätsbibliothek 1835S. 19 f. — W. Scherer QF. 12 il875) 60 f.; 137. —Doberentz, ZfdPh. 12 (1881) 387 f. - K. SchorbachQF. 74 (1894), das Beste, was bis jetzt über den Luci-darius existiert. — J. Kelle, L. G. 2, 224 f. — J. A.Endres, Honorius Augustodunensis, Kempten u. Mün-chen 1906 S. 18; 25 f.; 45f.; 127f. — F. Heidlauf,Lucidarius aus der Berliner Hs. hg. DTM. XXVI 111915. — Derselbe, Das mhd. Volksbuch LucidariusBerliner Diss. 1915. — E. Rosenstock, Zs. d. Savigny-Stiftung 50 [XXXVII Germ. Abt.] (1916) 498 f. —Edw. Schröder, Nachrichten von der K. Gesell, d.Wiss. zu Göttingen Phil.-hist. Gl. Ig. 1917, S. 153bis 172.
Ausserlichkeitendeshslichen Textes: „Die Schriftist sehr sorgfältig und deutlich, in den zierlichen Cha-rakteren des ausgehenden 12. Jahrhunderts. Für dieeinzumalenden roten Buchstaben ist im Text Platzgelassen; die Arbeit des Rubrikators steht noch aus.Der Text ist in fortlaufenden Zeilen ohne Absätzegeschrieben." Diese Beschreibung Schorbachs vonM-Sch. stimmt auch für die Göttinger Fragmente. DieHs. hat 40 bis 41 Zeilen auf der Seite. Bemerkens-wert sind die Abkürzungen f. für fagte, J. für Jungerund M. für Meifter. Dass die Blätter stark zer-und beschnitten und auch abgerieben sind, sei nocheinmal im allgemeinen betont.
Akzente: Ausser vereinzelten 'über\ fehlen Akzente.
Interpunktion: Für Satzanfang wird meist, wennauch nicht ausschliesslich, Majuskel gebraucht; fürkleinere syntaktische Einschnitte der Punkt.
Heimat und Verfasser: Ueber den Verfasser s.unter Literarisches. Von der Heimat kann natürlichnur in Bezug auf die Fragmente die Rede sein. Obdie Bearbeitung B, der sie angehören, aus Bayernstammt, wird sich schwerlich je mit Sicherheit aus-machen lassen. Die Bruchstücke sind jedenjalls