214 XLII. Windberger Kalendernoten.
R. Vian: Ein Mondwahrsagebuch, Halle 1910 S. 56 f.und Dora Ulm, Joh. Hartliebs Buch aller verbotenenKunst, Halle 1914 S. 28, lf; 31,5f; 33, 25 f; 34,19f.
XLII.WINDBERGER KALENDERNOTEN.
Ueberlieferung: Cgm. 17 (Windberg 36 = Cim. 342),die bekannte Hs. der Windberger Tnterlinearversionder Psalmen, enthält dieser vorgebunden eine Lagevon 8Bl. Bl. lv bis 7r bieten ein Kalendar, das eigensfür Windberg geschrieben wurde, denn es ist zum28. November rot die Dedicatio ecclesiae sanctae Mariaeeingetragen. Vgl, MG. SS. XVII 563,15/.: Anno igilurdominicae incarnationis 1167. indictione prima, dedicataest haec basilica in honore beatae et perpetuae virginisMariae a venerabili et sanctae conversationis viro Johannsaecclesiae Olmucensis antistite 4. Kai. Dezembris. 1^0«demselben Rubricator sind Bl. 2r am unteren RandZ. 3 bis 7 und Bl. 3r am unteren und äusseren RandZ. 9 bis 27 eingetragen. Sowohl die schwarze wie dierote Schrift des Kalenders rührt von einer Person her.Bl. 7v sind von anderer Hand Annalen eingetragenund diese entsprechen wortwörtlich den sogenanntenälteren Windberger Annalen, die in den MG. SS XIII752* nach dem Clm. 21201 (Windberg 201) heraus-gegeben sind. Aber sie stellen eine noch ältere Fassungdar, die bloss Zeile 24 bis 49 des Monumentatextesumfasst und also wohl um 1187 eingetragen wurde.Damit gewinnen wir feste Termini für die Nieder-schrift des Kalenders. Diese fällt in die Zeit zwischen1167 und 1187. Diese Datierung gilt aber nicht fürdie Windberger Psalmen, denn diese sind von andererHand geschrieben und erst nach ihrer Vollendung mitdem Kalender vereint worden.
Literatur: E. G. Graff, Diuliska 3 (1829) 460/61.
Aeusserlichkeiten des hslichen Textes. Ganz inroter Schrift. Das Kursivgedruckte durch Beschneidendes Blrandes verloren gegangen.
Akzente: Fehlen.