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[2] (1916) Kommentar. Hälfte 1
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193
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XXXIII. Henediktbeurer Ratschläge und Gebete. 193

A 110 menent = B 119 fament, es scheint mir zweifel-haft, ob Diemers Konjektur mendent das Richtigetrifft 1 ); man könnte auch an mengen denken, dasmit menen vermischt wurde (vgl. Lexer mhd. Wb. I2099 f. s. VV.) Jedenfalls gibt die La. B. einen aus-gezeichneten Sinn.

xxxm.BENEDIKTBEURER RATSCHLÄGE UND GEBETE.

V eberlieferung: Clm. 4616 (olimBen 116) Bl. 52vabis 54 ra von einer Hand des 12.\13. Jhdts. Faksi-mile bei E. Petzet-Glauning D. Schrifttaf. Nr. XXIII.Die Hs. stammt aus Benediktbeuren.

Literatur: J. A.Schmeller, ZfdA. 8 (1851) 114 f-MSD. Il> 271.

Aeusserlichkeiten des hslichen Textes: Das imText gesperrt Gedruckte rot. Majuskeln meist rot ge-strichelt, ebenso daz und vn gern mit roter Slrichelungversehen. Das Z. 98 kursiv Gedruckte auf Rasur; eshat den Anschein als ob etwas Rotgeschriebenes da-gestanden hätte.

Akzente: 27".

Interpunktion: Die rote Slrichelung ist von mirals Absatzansatz verwandt. Sie ist nicht immer konse-quent durchgeführt, fehlt z. B. Z. 33 zwai. Auch derGebrauch der Majuskel ist nicht konsequent; beachtens-wet t ist er bei den Eigennamen. Der Punkt wird fürSatzschluss und zur Scheidung kleinerer syntaktischerGruppen verwandt.

Quellenfrage: Vermutlich waren die Quellen latei-nisch. Weiteres darüber und über die Abgrenzungder einzelnen Stücke siehe Erläuterungen.

Heimat und Verfasser: Das Stück trägt das derHerkunft der Hs. entsprechende sprachliche Gepräge,w ie wohl dadurch keineswegs bewiesen ist, dass dieHs. in Benediktbeuern geschrieben wurde. Hierhinr echne ich das Zusammentreffen von ai für ei, gen,

*) Uebrigens würde ich men(n)ent = mendent nicht für aus-geschlossen halten; vgl. Diemer D. Ged. 230,24 genennet«endet; ebenso 243,5.

Münchner Texte VIII B 13 13