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[2] (1916) Kommentar. Hälfte 1
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186
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186 XXXII. Sankt Lambrechter Gebete.

gatnenths. der Grazer Universitätsbibliothek Nr. 40\7,8° Bl. 67 r bis 72 v. Beide Hss. stammen aus St. Lam-brecht, sind Breviere und gehören der zweiten Hälftedes XII. Jhdts. an.

Literatur: J- Diemer, Deutsche Gedichte des XI.und XII. Jhdts. Wien 1849 S. 379 bis 383 und Anm.S. 95 bis 96 (Abdruck von A). Derselbe, WSB. 28(1858) 135 bis 38. - A. Schönbach ZfdA. 20 (1876)169 bis 173 (Abdruck von B). M. Roediger ZfdA. 30(1885) 84185. /. Kelle L. G. II. 188. F. Vogt, PaulsGrundriss II* 184. Vgl. Nr. IV. F. WilhelmMM. II (1914) 238.

Aeusserlichkeilen des hslichen Textes: A ohnejeden Absatz und rote Buchstaben. Doch ist für letzteteteilweise vom Schreiber freier Raum gelassen. Siesind von mir oder späterer Hand ergänzt (in beidenFällen cursiv gedruckt). B. hat rote UeberSchriften(im Text gesperrt gedruckt) und rote Initialen. Ab-salzartiges Einrücken der roten Initiale findet nurnach Rubrum und Amen statt. Ich habe aus ähn-lichen wie zu Nr. XXIX angegebenen Gründen denroten Buchstaben von B entsprechend Absätze ge-macht, zumal auch in A sich an denselben Stellengewöhnlich Majuscel befindet.

Akzente: A ein Akut über here Z. 68; kein Zir-cumflex. B 41 Akute über i und 12 Zircumflexe.

Interpunktion: Ist in beiden Fassungen nicht sorg-fältig. A verwendet ausschliesslich und nur spärlichden Punkt. In B wird mit ihm sogar Verschwendunggetrieben, daneben noch '. verwandt. Vielleicht darfman für B von diesem Zeichen sagen, dass es keinenSatzschluss andeuten soll, also mehr die Funktionunseres Semikolons hat.

Quellenfrage: Die Reihenfolge, in der die St. Lam-brechter Gebete überliefert sind, ist offenbar alt undrührt nicht etwa erst vom Uebersetzer her. Den latei-nischen Text in derselben Reihenfolge weist das Ge-betbuch von M(uri) auf. Nur ist der Text des Gebet-buches von Muri schon Aenderungen unterworfen ge-wesen. Das erste Gebet A 3 47 = B 349 ist einesder beliebtesten des 12. Jhdts. und scheint von Anselm