178 XXX. Engelberger Gebete.
Akzente: Fehlen.
Interpunktion: Der Satz beginnt mit Majuskelund schliesst in der Regel mit Punkt. Sonst wirdder Punkt nur spärlich verwandt.
Quellenfrage: Die vorauszusetzenden lat. Vorlagensind bis jetzt nicht gefunden.
Heimat und Verfasser: Dass die EngelbergerGebete in alemannischer Mundart abgefasst sind, hatschon K. Weinhold bei W. Wackernagel, Altd. Pre-digten und Gebete S. 459 festgestellt. Ich mache be-sonders auf die Schreibung k, c mit der Bedeutung xaufmerksam Z. 11; 12; 28; 39; 67; 70; 72; 74; 75;76; 78; 79; 80; 81; 82; 83; 84; 88; 90; 94; 95; 96;98; 99; 103; 104; 105; 106; 109; 111; 114; 115; 116;117; auf die Form weit 9; 48; dien 79 und den Aus-fall von intervokalischem h 67; 71; 105.
Aus dem umstand, dass die Gebete einer Frau inden Mund gelegt sind, darf noch nicht geschlossenwerden, dass sie von einer Frau verfassl wutden . s.zu Nr. XXVIII.
Literarisches: Der Wert der Engelberger Gebetebesieht in der Tatsache, dass Z. 34f. eine bessereUeberlieferung bietet als die Hs. von Muri.
Erläuterungen: 2 Inter canonem missae. — 14 mitliehe beginnt neue Seite. — der = dir? — einu lieheversteh ich nicht. — 15 du = do?
34 Man beachte den anapherartigen Gebrauch vondu da Z. 35; 36; 37 oder daz 57; 59; 60; 61; 62; 103;104. — 40 under = uii (unde) Muri 540; vgl. aber78 = Muri 576. — 49 fondes ist zwischen von unddef der zite ausgefallen oder liegt Fehler vor? —56 e = ie Muri 555, letzteres wie dien aus them auf-zufassen. — 67 geucht = gehuht und der La höteMuri 564 vorzuziehen. — 79 emizegen, die La. vonMuri 576 nur eine Verschlechterung. — 87 begunfte]die La von Muri 585 wohl bloss eine Verderbnis. —— 95 forkte = worte Muri 593 — 98 hellevvark, diesseltene Wort in Muri 595 wohl geändert. — 99 Murigönlichi alemannisch; vgl. Trudp. Hl. 12,12 günlikeund M. Lexer mhd. Hwb. I 1123. — 104 Ein sichererEntscheid, ob die La. der Hs. von Engelberg oder der