XXIX. Gebete und Benediktionen von Muri. 167
weite; 172 gnade : täte. Vielleicht sind 175; 177 und179 Gesetzeinschnitte anzusetzen.
181—184. Stück für sich. Senne 181 = Swenne oderüberhaupt nur Versehen des Rubricators für Wenne?
185—191. Selbständiges Gebet. Die Anrufung Gottesunter Hinweis auf die drei Jünglinge im Feuerofenseit altersher beliebt, vgl. Alkuin, MSL. 101, 552 D;Sacramentar. Fuldense Nr. 1536; ZfdA. 3,42. ZuW. Wackernagels Ergänzungen Z. 190 vgl. Z 152f.und 167 f.
192—254 halte ich für ein Stück trotz des amen204, worin ich nur einen Gesetzeinschnitt erblickenmöchte. Gegen W. Wackernagel trenne ich trotz desfehlenden amen 254 die Zeilen 255 — 269 ab. Mandarf das Stück eine manunge unserer vrouwen betiteln.Z. 192 — 211 behandelt die Freuden Maria, 218 bis247 die Schmerzensreiche. 212 — 217 korrespondierengewissermassen mit 248 — 254. Auch für dieses Stückwird man eine lat. Vorlage annehmen müssen, wasschon die zahlreichen lat. Brocken darin wahrschein-lich machen. An Reimen sind zu erwähnen: 193 wnne,giwnne; 203f. die Homoioteleuta auf ando und 215 f.aufem. — 202. Vgl.Luc. 1,42. — 288. Vgl.Joh. 19,25.— biual das h fehlt immer in der Hs. v.- Muri: 230;231; 232; 617; 618; 620; 621; 624; 626; 628; 630;631; 633; 642; 667; das ist auch alemannisch; vgl.XXVII 165. (K. Weinhold A. Gr. § 236; mhd. Gr. 1§ 242) und nicht bloss mitteldeutsch wie O. BehaghecGesch. d. deutschen Sprache* 222 behauptet. — 237 erPronomen oder Praefix? — 251 fercliche = ferecliche.
255—269. Ein Gebet an Gott Vater, Sohn undhl. Geist. — gefrotoft = gefrötofl — 256 irftöde wirk-lich noch die alte Form oder Schreiberversehen? —263. Man beachte die Homoiotelenta auf eft. —
270 — 314. Gebete bei einer Votivmesse zu Ehrender hl. Dreifaltigkeit, wie die Erwähnung der dreiKerzen bezeugt. Als Quelle ist lat. Vorlage anzu-nehmen. Das Votivum bezieht sich wohl auf Schutzv or Anfechtung der Jungfräulichkeit auf der Reiseu nd übler Nachrede. Deshalb die Anrufung der hl.Susanna. — 271 = 5. Mos. 32, 1 = fs. 1,2. — 277