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[2] (1916) Kommentar. Hälfte 1
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166
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166 XXIX. Gebete und Benediktionen von Muri.

des Bittenden beziehen, ist nicht zu leugnen. Aberdie Ueberlieferung von Gebeten und Benediktionenist so kompliziert und schwer kontrollierbar, dass essich m. E. kaum mehr recht feststellen lassen wird,ob die Form der poetischen Ausfahrtssegen und derTobiassegen oder die in der Hs. von Muri vorliegendeliterarisch das Aeltere ist. Es ist sehr wohl möglich,dass der Tobiassegen erst eine Zusammenschweissungmehrerer kleinerer, teilweise reimender Stücke ist,worauf sogar sein Anschwellen in der späteren Ueber-lieferung deutet. Aehnliches ist ja auch mit Nr. XXXIgeschehen. Unsere Stücke nehmen ebenso wie dieAusfahrts-1'obiassegen und Nr. XXXI ihren Ausgangvon der Missa pro itinerantibus und der Missa pronavigantibus (vgl. Sacramentar. Gelasianum bei V. Mu-ratori Mon. Liturg. I 703; M. Gerbert Mon. veterislilurgiae alemannicae I 287 f.; Sacramentar. Ful-dense Nr. 2314f.; A. Franz, Benediktionen II 261bis 71). Wir behandeln hier die Stücke als selbstän-dige, da sie der Zusammensteller der Hs. von Murioffenbar auch als solche ansah.

129 138. 130 halfperge, 653 von Christus gesagt.Das ist in der keltischen Liturgie üblich. So heisst esin der Lurica Lodings im Book of Cerne hg. von A.B. Kuypers Cambridge 1902 S. 86, 9 von Christus:Meo ergo cum capillis vcrtici galea esto; 86, 16: Deindeesto lurica tutissima erga membra erga mea uiscera;86, 19: Tege ergo deus forti lurica humerus cum sca-pulis (vgl. F. J. Mone, Lat. Hymnen des Mittelalters.I 376f. ); in einer anderen Oratio 153,9: Gabrihelesto mihi lurica. Zur Verdeutschung von lorica s. L.DiefenbachGl.lat.-germ.336b. 134f. Vgl. Z. 471,635; IX 87 und zu XXXI 20. 136 f. Vgl. MSD.XLVII 3, 38f.

139149. 148 horferti, über das r Vgl. zu Z. 493. 149 = Ps. 24, 1.

150168. Siehtwieein Waffensegen aus, ist aber wohleinAusfahrtsegen". 150/51 nehmen MSDIP288 m.E. mit Recht Verderbnis an.

169180. Gebet an Maria. Reime 170 irwelte: