136 XXIV. Rezept gegen Segen.
Aeusserlichkeiten des hslichen Textes: Sehr blasseSchrift.
Akzente: Fehlen.
Interpunktion: Fehlt.
Quellenfrage: Quelle unbekannt.
Heimat: Südbayern, Grafschaft Valkenstein.
Erläuterungen: 3 wan = man gewöhnlich ale-mannisch, doch hie und da auch bayrisch, w für mvgl. Weinhold BGr. § 136 (wo aber die mittelalter-lichen Zeugnisse nicht ganz sicher sind) und J. A.Schmeller, die Mundarten Bayerns S. 118; fernerCod. Falkensteinensis Niumburch fol. 26a. — testralacein Pflanzenname, den ich nicht nachweisen kann. —4 swertellac, wohl gladiola; zusammengesetzt aus swer-tele und dem Kollektivsuffix lach? (vgl. WeinholdBGr. § 245, A Gr. § 263) c für x erscheint in unseremText Z. 8 in wegeric. In dem Cod. Falkensteinensisselbst z. B in Büc fol. 22a. — 7. enhopelot wird zuHoppe, lloppel zu stellen sein (s. H. v. Fischer, Schwab.Wb. 3, 1807f.). Demnach wäre zu übersetzen: „DieWurzeln, die dicht aneinanderhängen und alle rauhund knollig sind" ? — 8. sagsifervm = saxifraga Stein-breche — 11 wehedorn = mlat. bedegar, s. L. Diefen-bach, Gl. lal.-germ. 70c; s. ferner G. Pritzel-C. Jessen,Die deutschen Volksnamen der Pflanzen unter Rosarubiginosa. Das gar nicht so seltene Wort fehlt merk-würdigerweise in den mhd. Wbb. — 12 eimcrut nachG. Pritzel-C. Jessen für Stratiotes aloides gebrauchtbei Altluneberg (vgl. auch H. L. Gerth van Wij'k, A.Dictionary of Plant-names II 1296 Ni. 329). Aelterehd. Benennungen der Pflanze scheinen zu fehlen.Sie kommt aber in Bayern in Seen und Altwässernvor. s. Bavaria I 1, 181 und G. Hegi IllustrierteFlora von Mittel-Europa I 162. 1 ) Wenn es sich umdiese Pflanze handelt, muss aber Z12 für wege wage
') Die Dioskorides-Uebersetzung von Johan Danz von Astkennt für Potamios stratiotes keinen deutschen Namen. Stra-tiotes chiliophyllos übersetzt sie Tausentblat / Garb / Schaffgarb,also = millefolium (= Plin. n. h. 24, 152). G. Grosse in seinerLebersetzung der Naturgeschichte des Plinius (1735) behältn. h. 24, 169 stratiotes bei.