XVI. Vaticanische Pferdesegen 1 25
42—44. Vgl. BHL. 7951. Usuardus l. c. 773: quipropinquus Salvatoris secundum carnem extitisse dinosci-tur.... Omnibus qui aderant et ipso judice mirantibus,ut centum viginti annorum senex crucis supplicium per-tulisset. S. H. Quenlin S. 361.
46/47. Vgl. BHL. 913f. Bei Ado l. c. 415 B undUsuardus MSL. 124, 766 f. und 807 f. nichts Ent-sprechendes. — abent d. h. Tag vorher. — Als Not-helferin gegen das ungenant erscheint die hl. Barbarahier zum ersten Mal, denn die von A. Schönbach a.a. 0. 181 f. zitierte Stelle aus dem Hymnus Matutinotempore (= U. Chevalier Rep. hymnol. Nr. 11392 =O. Schade, Deutsche Gedichte des Niederrheins S. 49/.)ist jünger.
Heimat: Bayrisch-österreichisches Sprachgebiet.Vielleicht in St. Lambrecht selbst entstanden. DieNachträge sicher. Das Kalendar weist nach Nord-westdeutschland.
XVI.VATICANISCHE PFERDESEGEN.
Ueberlieferung: Cod. Pal. tat. 1158 Bl. 68v anden oberen Rand von gleichzeitiger Hand geschrieben.Die Hs. enthält das Viaticum des Constantinus Afri-canus und stammt aus dem Ende des 11., Anfangdes 12.Jhdts.
Literatur: K. Bartsch, Katalog der Hss. der Uni-versitätsbibliothek Heidelberg 1194 Nr. 383. — MSD.//* 304. — Mart. Müller, Über die Stilform der altd.Zaubersprüche bis 1300 (Kieler Diss.), Gotha 1901,S. 23.
Ausserlichkeiten des hslichen Textes: s. Inter-punktion.
Akzente: 18 Akute, 10 Zirkumflexe. Beachtens-wert und nicht ohne Bedeutung ist vielleicht derGebrauch des " vor r + Cons.
Interpunktion: Satzanfang wird durch Majuskelgekennzeichnet, sonst der Punkt verwandt. Einmal ' ■