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[2] (1916) Kommentar. Hälfte 1
Entstehung
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88 XI. Das Insbrucker Arzeneibuch

durch verursachten Trunkenheit umfasst. urtranc wäredas Gegenteil von übertranc, d. h. es könnte sowohlein moralisches Gefeitsein gegen das Trinken, als auchein Gefeitsein gegen die Trunkenheit überhaupt be-deuten. Doch ist vielleicht eine noch tiefgreifendereAenderung am zweiten Bestandteil des Wortes not-wendig.

XI.DAS INSBRUCKER ARZENEIBUCH.

Ueberlieferung: Ms. 652 der Universitätsbibliothekzu Insbruck (aus dem Kloster Stams). Bl. 76 v bis78 r. von einer Hand des 12. Jhdts. Da die Hs. einSammelband aus Lagenfragmenten verschiedener Hss.ist, lässt sich auch das Rubrum auf Bl. 58 r: Incipitlibelluf de librif dni Rödberti tuicenfif abbatif quofpaulo antequam obirct de meditatione mortif componerecepit nee perfecit zur Datierung nicht verwenden.Unserem Stück gehen unmittelbar voraus die DictaHippokratis (vgl. zu XXV 231 f.) und folgt Nr. XU,beides von gleicher Hand wie Nr. XI.

Literatur: F.J. Mone Anzeiger f. Kde. d. teutschenVorzeit 7 (1838) 608 bis 611. Jv. Zingerle, Germ. 12(1867) 463 bis 469. P. Piper Nachträge z. alt.deutschen Literatur von Kürschners National-Litera-tur S. 262 bis 265. Vgl. ferner Nr. XU.

Aeusserlichkeiten des hslichen Textes: Für das

S von S wemo Z. 2 ist Raum gelassen, um vom Rubri-kator eingefügt zu werden. Dadurch sollte unser Stückvon den vorhergehenden Dicta Hippokratis abgetrenntwerden. Von Nr. XII wird es deutlich abgetrenntdurch Freilassen des Zeilenendes der letzten Zeile aufBl. 78 r nach binden Z. 119, also durch deutlichenSchlussabsatz. Der Schreiber hat das Bestreben, dieRezeptanfänge, die in meiner Ausgabe als Absätzeerscheinen, durch Capitalis rustica wiederzugeben. Erist aber nicht konsequent, so dass es sich nicht immersicher entscheiden lässt, ob es sich um eine cura odermehrere handelt.